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Upgrade auf Ubuntu 26.04 für Ungeduldige

08. Mai 2026 um 04:00

Auf einen Blick

​Der erste Blick auf die neue Long-Term-Support-Version (LTS) von Ubuntu lässt vermuten, dass die Entwickler in den vergangenen zwei Jahren im Tiefschlaf gewesen sind. Doch der Schein trügt: Ubuntu 26.04 hat es in sich, auch wenn es rein optisch kaum Unterschiede zur Vorgängerversion 24.04 gibt.

​Ubuntu 26.04 LTS wird mit GNOME 50 und Linux-Kernel 7.0 ausgeliefert und setzt nativ ausschließlich auf den Display-Server Wayland. X11 ist damit endgültig Geschichte. Zwar könnten dadurch vereinzelt Legacy-Anwendungen den Dienst quittieren, doch für den Großteil der Nutzer wird dieser Übergang dank ausgereifter Kompatibilitätsschichten nahtlos verlaufen.

​Die wichtigsten Neuerungen

​Besonders hervorzuheben sind folgende Funktionen, die den Desktop-Alltag effizienter gestalten:

  • Optimierte Energie-Modi: Die Energieverwaltung wurde deutlich verfeinert. Nutzer können nun noch einfacher zwischen den Profilen Leistung, Ausgeglichen und Energie sparen wählen, um die Akkulaufzeit oder die Systemperformance gezielt auf die aktuelle Aufgabe abzustimmen.
  • Autostart-Management: Software kann nun direkt nach dem Systemstart automatisch ausgeführt werden. Besonders für Kiosk-Szenarien ist dies ein echter Gewinn: So lässt sich beispielsweise festlegen, dass direkt nach dem Booten automatisch der Browser im Vollbild startet.
  • Individuelle Skalierung: Endlich lassen sich angeschlossene Monitore unabhängig voneinander skalieren – ein Segen für Setups mit unterschiedlichen Pixeldichten.
  • Moderner Dokumentenbetrachter: PDFs können jetzt nativ mit Kommentaren, Texten und handschriftlichen Notizen versehen werden, was Drittanbieter-Tools für einfache Korrekturen überflüssig macht.
  • System-Werkzeuge: Mit Sysprof (Benchmark-Tool) und Ressourcen (ein moderner, einsteigerfreundlicher Taskmanager) ziehen mächtige Analyse-Tools ein, die nicht nur schick aussehen, sondern auch intuitiv bedienbar sind.
  • Neues Terminal (Ptyxis): Das neue Standard-Terminal speichert Bearbeitungsstände und erlaubt mehrere Sitzungen in einem einzigen Fenster.
  • Sicherheitszentrum: Hier können App-Berechtigungen (ähnlich wie unter Android) nachträglich verwaltet, erteilt oder entzogen werden.
  • Systempflege: Das Tool Anwendungen & Aktualisierungen weicht einer Verschlankung der Systemsteuerung. Während Einsteiger nun eine übersichtlichere Oberfläche im neuen App-Center (vormals Anwendungszentrum) vorfinden, werden komplexe Repository-Einstellungen künftig – wie bei Profis ohnehin üblich – direkt über das Terminal verwaltet.

​Das Upgrade

Wichtig: Bevor man das Upgrade wagt, ist ein vollständiges Backup des Systems und der persönlichen Daten unabdingbar!

​Offiziell wird das Upgrade von älteren Versionen meist erst mit dem ersten Point-Release (26.04.1) angeboten. Ungeduldige können den Prozess jedoch vorab manuell erzwingen.

Tipp: Während der Aktualisierung wird man oft gefragt, ob bestehende Konfigurationsdateien ersetzt werden sollen. Hierzu wählt man im Zweifel das Beibehalten der alten Dateien, um individuelle Anpassungen nicht zu verlieren.

sudo apt install ubuntu-release-upgrader-core
sudo do-release-upgrade -d
Systemdetails – Systeminformationen Ubuntu 26.04
Systeminformationen Ubuntu 26.04

Fazit

​Nach dem ersten Reboot lohnt es sich, das Dash kurz aufzuräumen und verwaiste Icons zu entfernen. Ein kurzer Check der Paketquellen unter /etc/apt/sources.list.d stellt zudem sicher, dass alle Drittanbieter-Repositorys korrekt auf die neue Version umgestellt oder bei Bedarf modernisiert wurden.

​Nutzer von Ubuntu 24.04 werden sich sofort heimisch fühlen, da die gewohnte Bedienung trotz der vielen technischen Neuerungen unter der Haube erhalten bleibt. Das Upgrade lohnt sich besonders für User, die von der verbesserten Hardware-Unterstützung und den neuen Sicherheits-Features profitieren wollen.

Ubuntu 26.04 LTS wird fünf Jahre unterstützt – Ubuntu Pro erweitert den Support auf zehn Jahre.

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Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 150.0.2

07. Mai 2026 um 19:22

Mozilla hat Firefox 150.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion. Außerdem wurden zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen.

Download Mozilla Firefox 150.0.2

Mit Firefox 150.0.2 behebt Mozilla zahlreiche Sicherheitslücken. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update daher für alle Nutzer empfohlen.

Die Backup-Funktion von Firefox konnte unter bestimmten Umständen fehlschlagen.

Die Kennzeichnung der Funktion „Geteilte Ansicht” als „Neu” im Kontextmenü von Tabs war nach erstmaliger Benutzung des Features nicht verschwunden.

Das gleichzeitige Neuladen mehrerer Tabs funktionierte nicht mehr.

Probleme beim Hervorheben in PDF-Dateien sowie ein mögliches Problem beim Update von Firefox auf macOS wurde behoben.

Auch in Zusammenhang mit dem KI-Feature Smart Window wurden noch einmal Verbesserungen vorgenommen.

Die kryptographische Chiffre ECDHE-ECDSA-AES128-SHA wurde deaktiviert.

Darüber hinaus wurden mehrere Webkompatibilitäts-Probleme, potenzielle Absturzursachen und kleinere Design-Probleme korrigiert.

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Pflicht-2FA, Tags und mehr: Raspberry Pi Connect legt kräftig nach

07. Mai 2026 um 11:57

Die Raspberry Pi Foundation hat ihrer Remote-Zugriffslösung Raspberry Pi Connect ein umfangreiches Update spendiert. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem ein neues Sicherheitsfeature: Administratoren können künftig eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für sämtliche Mitglieder ihrer Organisation verpflichtend aktivieren.

Graphify

07. Mai 2026 um 10:21

Unser Buch Coding mit KI ist gerade erschienen, da taucht schon wieder ein neues Tool auf, das mehr Effizienz verspricht. Graphify erstellt einen sogenannten Knowledge Graph, also eine interne Datenbank über die Verknüpfungen zwischen Komponenten (Text, Code, Bilder, was auch immer) eines Projekts. In der Folge können KI-Tools wie Claude Code auf diese Datenbank zugreifen und sich damit rascher und vor allem Token-sparender im Projekt orientieren. Graphify funktioniert besonders gut für ungeordnete Verzeichnisse, in denen Sie PDFs, Screenshots etc. zu einem Thema ablegen, um diese Informationen später wieder zu nutzen.

Installation

Graphify ist ein Python-Programm (Open Source, MIT-Lizenz), das Sie am besten mit uv tool install auf Ihrem Rechner einrichten. (uv ist ein moderner Python-Modulmanager, über den ich demnächst hier schreiben will.) Beachten Sie, dass der Paketname graphifyy mit Doppel-Y lautet, während das Kommando graphify heißt.

uv tool install graphifyy installiert das Programm. Sofern PATH das Verzeichnis .local/bin enthält, kann graphify anschließend sofort gestartet werden. graphify install richtet Skill-Dateien für die auf Ihrem Rechner gefundenen KI-Tools (in meinem Fall: Claude) ein.

$ uv tool install graphifyy

$ graphify install
  skill installed  ->  /Users/kofler/.claude/skills/graphify/SKILL.md
  CLAUDE.md        ->  created at /Users/kofler/.claude/CLAUDE.md

  Done. Open your AI coding assistant and type:

  /graphify .

Verwendung

Im Projektverzeichnis starten Sie nun das KI-Tool Ihrer Wahl (in meinem Fall: Claude Code). Dort steht Graphify jetzt als Skill zur Verfügung. Einfach

/graphify .

analysiert das Projektverzeichnis und erstellt nach vielen Rückfragen das Verzeichnis graphify_out. Das dauert geraume Zeit und verbrennt etliche Tokens. Das Verzeichnis enthält die folgenden Dateien:

ls -l graphify-out/

drwxr-xr-x  4 kofler  staff     128  7 Mai  09:54 cache/
-rw-r--r--  1 kofler  staff     213  7 Mai  10:10 cost.json
-rw-r--r--  1 kofler  staff    8523  7 Mai  10:10 GRAPH_REPORT.md
-rw-r--r--  1 kofler  staff  139973  7 Mai  10:10 graph.html
-rw-r--r--  1 kofler  staff  137091  7 Mai  10:09 graph.json
-rw-r--r--  1 kofler  staff    7912  7 Mai  10:10 manifest.json

Ich habe meine Tests anhand einer Swift-App mit ca. 2000 Zeilen Code in diversen Dateien durchgeführt. Die Ergebnisse sehen eindrucksvoll aus, der unmittelbare Erkenntnisgewinn war aber — zumindest bei diesem Projekt — überschaubar.

Der anklickbare »Knowledge Graph«
Kurzfassung der Projektzusammenhänge im Markdown-Format

Wenn Sie Änderungen in der Code-Basis oder in Ihren Dateien durchführen, aktualisieren Sie den Knowledge Graph:

/graphify . --update        # merge changed content into existing graph

Der Knowledge Graph kann jetzt die Grundlage für Analysen mit /graphify explain oder graphiy query sein (Ausgabe etwas gekürzt):

/graphify explain "the sync process"

  Here's what the graph tells us about the sync process, grounded in the
  extracted edges:

  The sync process is orchestrated by ShoppingViewModel.pullMergePushSave
  (RestShopping.swift:125-175), which implements the Pull-Merge-Push lifecycle
  documented in CLAUDE.md. The graph found 16 nodes directly connected to this
  concept.

  The three phases (all EXTRACTED edges):

  1. Pull — apiPullItems (RestShopping.swift:62-93) fetches items from the
     remote REST API since the last sync timestamp.
  2. Merge — mergeItems (RestShopping.swift:178-193) resolves conflicts using
     Timestamp-Wins: whichever version of an item has the newer updatedAt
     wins. Two design rationale nodes connect here:
    - Timestamp-Wins Conflict Resolution → mergeItems [EXTRACTED]
    - Soft Delete Pattern → ShoppingItem [EXTRACTED] — items are never truly
      removed; isDeleted = true propagates deletions to other devices through
      the sync
  3. Push — apiPushItems (RestShopping.swift:96-120) uploads the merged state
     back to the server.
  4. Persist — saveLocally (ViewModel.swift:172-178) writes the final state to
     the local JSON file. mergeItems then calls replaceItem to update the
     ViewModel's live state.

  Wire format bridge: ItemDTO (RestShopping.swift:9-53) shares data with
   ShoppingItem [EXTRACTED] — it translates between the app's model and the
   API's integer-boolean/ISO 8601 wire format.

  Trigger points: ContentView and StatusView both connect to pullMergePushSave
  in the graph. ContentView runs it via .task, .onChange(scenePhase), and a
  40-second timer. StatusView (in Settings) provides a manual
  trigger. setupNewFamily and joinFamily also call pullMergePushSave as a final
  step after family registration.

  The most interesting angle here: the Soft Delete pattern is the load-bearing
  coupling between ShoppingItem (the model) and the sync logic — if you ever
  changed ShoppingItem to hard-delete, mergeItems would silently stop
  propagating deletions. Want me to trace the path from ShoppingItem.isDeleted
  through to what happens when a remote device pulls?

/graphify query "Where in code is the Category class used? 
                 Could we drop the @Observable attribute?"

  Here's what the graph found — and where its limits are:

  Where Category is used (from the graph):

  The BFS found 10 nodes. The confirmed connections [EXTRACTED]:
  - Category → shares_data_with → ShoppingViewModel (ViewModel.swift:1-181) —
    the ViewModel holds the categories: [Category] array
  - Category.predefinedCategories (Category.swift:24-37) ↔ ShoppingViewModel —
    the ViewModel calls this at init to populate its categories
  - .predefinedCategories() → calls → Color — each category has a color
    assigned

  What the graph is missing: There are no direct edges from Category to the
  view layer (CategoriesView, CategoryButton, EditItemView,
  CategoryRadioButton). Those views access categories through vm.categories and
  mutate category.isSelected/category.isExpanded directly — but the graph
  didn't capture these view→Category property access edges since they go
  through the ViewModel and aren't explicit call-site imports.

  On dropping @Observable:

  The graph can't answer this definitively — it would require the actual
  property mutation sites. But from the CLAUDE.md rationale node captured in
  the graph: "Mutable reference-type state (isSelected, isExpanded) is mutated
  directly from views." That design decision is precisely why @Observable is
  needed. Without it, those direct mutations on the reference type wouldn't
  trigger SwiftUI view updates — CategoriesView and EditItemView would stop
  reacting to category selection changes.

  Verdict from the graph: @Observable cannot be safely dropped without a larger
  refactor (e.g., moving isSelected/isExpanded into the ViewModel as @State or
  @Published backing). The graph confirms the coupling exists; reading
  Category.swift:4-112 directly would show exactly which properties are var vs
  let.

Die Website preist den größten Vorteil von Graphify an, dass derartige Abfragen auf der Basis des lokalen Knowledge Graphs nun wesentlich weniger Token verbrauchen als wenn das KI-Tool mit find und grep die Codebasis durchsucht und (immer wieder neu) analysiert. Bei meinen Tests ließ sich das Ausmaß der Ersparnis schwer messen.

Persönliche Einschätzung

Die Idee von Graphify ist gut. Allerdings wirkt Graphify ein wenig wie ein Fremdkörper innerhalb von Claude Code. Nur /graphify-Kommandos berücksichtigen die Graph-Knowledge-Datenbank. Die Skill-Datei ist mit über 1000 Zeilen und einer Menge eingebetteten Code auch eher abschreckend.

Aus Coding-Perspektive wäre es wünschenswert, die Generierung, Aktualisierung und Auswertung der Knowledge-Datenbank direkt in Claude Code bzw. in andere KI-Tools zu integrieren. Damit könnte das in der Datenbank aggregierte Wissen bei allen Aktionen berücksichtigt werden, nicht nur bei /graphify-Kommandos.

Quellen/Links

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