Mozilla veröffentlicht Firefox 143
Mozilla hat Firefox 143 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.
Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux
Windows: Websites als Web-Apps ausführen
Firefox auf Windows unterstützt jetzt die Ausführung von Websites als Web-Apps, welche direkt an die Taskleiste angeheftet werden können und dann ähnlich wie eine native App mit einer vereinfachten Oberfläche, aber inklusive Zugriff auf die installierten Add-ons ausgeführt werden. Zum Hinzufügen einer Website zur Taskleiste gibt es eine neue Schaltfläche in der Adressleiste.
Diese Funktion steht aktuell nicht zur Verfügung, wenn Firefox über den Microsoft Store installiert worden ist. Auch Unterstützung auf macOS und Linux wird mit einem späteren Update folgen.
Nutzer, welches dieses Feature nicht benötigen, können die Schaltfläche deaktivieren, indem über about:config die Option browser.taskbarTabs.enabled per Doppelklick auf false gesetzt wird.
Leichteres Anheften von Tabs
Das Anheften von Tabs ist eine Option, um diese besonders platzsparend in der Tableiste unterzubringen. Ein weiterer Vorteil: Alle angeheftete Tabs werden beim Start von Firefox immer sofort geladen, nicht nur der aktive Tab.
Bisher musste das Kontextmenü genutzt werden, um Tabs anzuheften. Ab sofort ist dies auch durch Ziehen an den Anfang der Tableiste möglich. Dies gilt sowohl für die horizontale Tableiste als auch für die vertikalen Tabs. Bei Nutzung der vertikalen Tabs bewirbt eine schließbare Platzhalter-Grafik diese neue Funktion.
Inverse Bildersuche via Google Lens
Nutzer, welche Google als Standardsuchmaschine eingestellt haben, erhalten bei Rechtsklick auf ein Bild einen neuen Kontextmenü-Eintrag „Grafik mit Google Lens suchen“. Bei Google Lens handelt es sich um eine sogenannte inverse Bildersuche. Das bedeutet: Statt nach einem Begriff zu suchen und ein Bild zu erhalten, schickt man ein Bild an eine Suchmaschine, welche Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Fragen zum Inhalt des Bildes beantworten zu können, zum Beispiel was für eine Blume auf einem Bild zu erkennen ist.
Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.
Technisch ist die Implementierung streng genommen nicht an Google gebunden, derzeit aber nur für Google Lens vorhanden. Wer das Feature manuell aktivieren möchte, kann dies über about:config tun, indem der Schalter browser.search.visualSearch.featureGate per Doppelklick auf true gesetzt wird.
Microsoft Copilot als Chatbot-Option
Seit Firefox 135 integriert Mozillas Browser mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden. Firefox 143 ergänzt Microsoft Copilot als Option.
Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer
Auch in Firefox 143 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 143 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.
Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 143
Beim Herunterladen einer Datei im privaten Modus fragt Firefox nun, ob diese nach Beendigung der Sitzung behalten oder gelöscht werden soll. Das Verhalten kann auch in den Einstellungen von Firefox angepasst werden.
Wichtige Termine und Ereignisse wie zum Beispiel der Muttertag können jetzt in der Adressleiste angezeigt werden. Diese Funktion steht für Nutzer in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich und Italien zur Verfügung. Für Nutzer in den USA können Aktienempfehlungen in Echtzeit angezeigt werden.
Die Übersetzungsfunktion zeigt jetzt auch ein Übersetzungssymbol in der Adressleiste an, wenn auf der Website zu wenig Text vorhanden ist, damit sich Firefox sicher sein kann, die Sprache korrekt erkannt zu haben.
Tabs können jetzt auch per Drag and Drop in eine zugeklappte Tabgruppe verschoben werden. Außerdem werden Tabgruppen jetzt auch nach dem Bereinigen des Firefox-Profils wiederhergestellt.
Sidebar-Erweiterungen integrieren automatisch eine Schaltfläche in die Seitenleiste von Firefox. Nutzer können Erweiterungs-Schaltflächen nun über die Sidebar-Einstellungen oder das Kontextmenü aus der Seitenleiste ausblenden.
Wenn eine Website Zugriff auf die Kamera anfragt, erscheint nun direkt im Berechtigungsdialog eine Vorschau, was besonders beim Wechsel zwischen mehreren Kameras hilfreich ist.
Der Fingerprinting-Schutz wurde verbessert, indem es konstante Werte für mehrere weitere Attribute der Computer der Benutzer meldet.
Das Pipetten-Werkzeug der Entwicklerwerkzeuge, um eine beliebige Farbe einer Website in die Zwischenablage zu kopieren, kann jetzt auch über die Tastatur geöffnet werden, allerdings nur bei geöffneten Entwicklerwerkzeugen.
Firefox unterstützt jetzt Windows UI Automation, wodurch die Unterstützung für Barrierefreiheits-Tools wie Windows Voice Access, Text Cursor Indicator und Narrator verbessert wird. Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.
Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungs-Entwickler
Firefox verwendet jetzt einen aktualisierten Algorithmus zur Größenanpassung von CSS Grids, um besser mit der Spezifikation übereinzustimmen. Grid-Layouts, die prozentuale Zeilengrößen oder Rasterelemente mit Elementen mit Seitenverhältnissen verwenden, werden nun in mehr Fällen korrekt dargestellt.
Für input-Elemente vom Typ color werden nun alle in CSS gültigen Farbangaben und nicht mehr nur Angaben in der hexadezimalen Schreibweise ohne Alpha-Wert unterstützt.
Firefox 143 unterstützt den xHE-AAC Audio-Codec, wenn Windows 11 22H2 oder neuer oder macOS genutzt wird.
Das ::details-content Pseudo-Element wird jetzt unterstützt, womit der Inhalt des <details>-Elements gestaltet werden kann.
Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.
Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 143 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.










Die Entwickler der Linux-Distribution openSUSE haben angekündigt die Unterstützung für das Dateisystem Bcachefs in Tumbleweed mit dem kommenden Kernel 6.17 zu deaktivieren. Diese Entscheidung betrifft auch die neue Distribution Slowroll. Der Schritt erfolgt nach einer Änderung im offiziellen Linux-Kernelprojekt. Mit Kernel 6.17 hat Linus Torvalds den Status von Bcachefs im Kernel-Code angepasst. Das Dateisystem gilt […]
Das Q4OS-Projekt hat die Vefügbarkeit von Version 6.1 der gleichnamigen Linux-Distribution angekündigt. Die Veröffentlichung trägt den Codenamen Andromeda und basiert auf Debian 13 mit dem Namen Trixie. Es handelt sich um eine stabile Version mit Langzeitunterstützung für mindestens fünf Jahre. Q4OS richtet sich an Nutzer, die eine klassische Desktop-Erfahrung bevorzugen. Die neue Version bietet zwei […]
Das KDE-Projekt hat die erste Alpha-Version von KDE Linux veröffentlicht. Ziel des neuen Systems ist es, eine Plattform für aktuelle Entwicklungsstände von KDE Plasma und den KDE Anwendungen bereitzustellen. Damit bietet das Projekt erstmals ein eigenes Betriebssystem an, das nicht auf eine bestehende Distribution aufsetzt. Im Gegensatz zu KDE neon, das auf Ubuntu basiert, nutzt […]
Das Linux Mint Projekt treibt die Entwicklung seiner Debian-basierten Variante weiter voran. Projektleiter Clement Lefebvre kündigte in einem aktuellen August Monatsbericht die kommende Veröffentlichung von LMDE 7 an. Eine öffentliche Beta soll noch im September erscheinen. LMDE steht für Linux Mint Debian Edition und richtet sich an Nutzer, die Mint ohne Ubuntu-Unterbau verwenden möchten. Die […]
Die Document Foundation hat LibreOffice 25.2.6 freigegeben. Die Version ist ab sofort für Windows, macOS und Linux erhältlich. Es handelt sich um eine der letzten geplanten Versionen von sieben geplanten Wartungsupdates für die 25.2-Serie. Die Aktualisierung bringt zahlreiche Fehlerkorrekturen mit sich. Behandelt wurden unter anderem Speicherlecks im Modul libmacabdrv1 sowie Probleme mit Schriftarten im Textverarbeitungsprogramm […]
Mozilla hat angekündigt, im Oktober 2025 den Support für Firefox auf 32-Bit-Linux-Systemen einzustellen. Die kommende Version 144 wird die letzte sein, die offiziell auf dieser Architektur läuft. Die darauffolgende Version 145 wird somit keine 32-Bit-Pakete mehr anbieten. Über Jahre hinweg hatte Mozilla im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern weiterhin 32-Bit-Builds gepflegt. Ziel war es, älteren […]
TUXEDO Computers hat eine neue Version seines automatisierten Linux-Installationssystems WebFAI veröffentlicht. Mit WebFAI 2.1 lässt sich nun auch das neue Debian 13 „Trixie“ automatisch installieren, wahlweise mit GNOME oder KDE Plasma. Die Lösung richtet sich an Nutzer, die eine vorkonfigurierte Linux-Installation bevorzugen, wie sie direkt bei TUXEDO ausgeliefert wird. WebFAI steht für „Fully Automated Installation“ […]
Die KDE-Community hat Plasma 6.4.5 veröffentlicht, das fünfte und voraussichtlich letzte Wartungsupdate der aktuellen Plasma-Generation. Damit schließen die Entwickler eine Reihe von kleineren Fehlern, bevor im kommenden Monat das größere Plasma 6.5 erscheint. Ein Schwerpunkt des Updates liegt auf dem Fenstermanager KWin. Besonders unter Wayland wurden mehrere Probleme rund um Farbmanagement, Rendering und die Behandlung […]
Microsofts quelloffene Dokumentendatenbank DocumentDB basiert auf PostgreSQL und ist vollständig kompatibel mit MongoDB. Nun wurde das Projekt der Linux Foundation übergeben, um eine unabhängige Weiterentwicklung sicherzustellen. Dieser Schritt soll der Community eine stabile und offene Grundlage bieten, frei von kommerzieller Kontrolle. DocumentDB wurde Anfang des Jahres unter einer freien Lizenz veröffentlicht und hat sich schnell […]
Eine neue Analyse des Unternehmens Proton legt ein brisantes Ergebnis offen. Die Mehrheit der börsennotierten Unternehmen in Europa nutzt zentrale US-Technologien. Besonders deutlich wird das bei E-Mail-Diensten als technischem Rückgrat vieler Firmen. Laut der Untersuchung greifen 74 Prozent der europäischen Firmen auf US-Services zurück. In Deutschland liegt der Anteil bei 58 Prozent. Besonders auffällig ist […]