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Hetzner Cloud Mini-Benchmark

Die zwei günstigsten Angebote in der Hetzner-Cloud sind Instanzen mit zwei CPU-Cores, 4 GB RAM und 40 GB Diskspace: Einmal mit virtuellen ARM-CPU-Cores (»CAX11«), einmal mit virtuellen x86-Cores (»CX22«). Der Preis ist identisch: 3,95 EUR/Monat inkl. USt (für D) plus ein Aufpreis von 0,50 EUR/Monat für eine IPv4-Adresse. Die naheliegende Frage ist: Welches Angebot gibt mehr Rechenleistung? Dieser Frage bin ich an einem verregneten Pfingstsonntag auf den Grund gegangen.

Ein »virtueller CPU-Core« heißt in diesem Zusammenhang, dass auf einem Server mehrere/viele virtuelle Maschinen laufen. Je nach Auslastung kann es sein, dass die für eine virtuelle Maschine vorgesehen CPU-Cores nicht vollständig verfügbar sind. Es gibt auch virtuelle Maschinen mit dezidierten Cores, die immer zur Verfügung stehen — aber die sind natürlich teurer.

Auswahl verschiedener Cloud-Instanzen

Testbedingungen

Für meine Tests habe ich zwei Cloud-Instanzen mit Alma Linux 9 eingerichtet, einmal mit zwei ARM-CPU-Cores (CAX11), einmal mit zwei x86-CPU-Cores (CX11). Außer tar und Geekbench habe ich keine weitere Software installiert. /proc/cpuinfo lieferte die folgenden Ergebnisse:

cat /proc/cpuinfo    # CX11 / x86

processor       : 0
vendor_id       : GenuineIntel
cpu family      : 6
model           : 85
model name      : Intel Xeon Processor (Skylake, IBRS, no TSX)
stepping        : 4
microcode       : 0x1
cpu MHz         : 2099.984
cache size      : 16384 KB
physical id     : 0
siblings        : 2
core id         : 0
cpu cores       : 2
apicid          : 0
initial apicid  : 0
fpu             : yes
fpu_exception   : yes
cpuid level     : 13
wp              : yes
flags           : fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 apic sep mtrr pge mca cmov pat pse36 clflush mmx fxsr sse sse2 ht syscall nx pdpe1gb rdtscp lm constant_tsc rep_good nopl xtopology cpuid tsc_known_freq pni pclmulqdq ssse3 fma cx16 pcid sse4_1 sse4_2 x2apic movbe popcnt tsc_deadline_timer aes xsave avx f16c rdrand hypervisor lahf_lm abm 3dnowprefetch cpuid_fault pti ssbd ibrs ibpb fsgsbase bmi1 avx2 smep bmi2 erms invpcid avx512f avx512dq rdseed adx smap clwb avx512cd avx512bw avx512vl xsaveopt xsavec xgetbv1 xsaves arat pku ospke md_clear
bugs            : cpu_meltdown spectre_v1 spectre_v2 spec_store_bypass l1tf mds swapgs itlb_multihit mmio_stale_data retbleed gds bhi
bogomips        : 4199.96
clflush size    : 64
cache_alignment : 64
address sizes   : 40 bits physical, 48 bits virtual
power management:

processor       : 1
...
cat /proc/cpuinfo   # CAX11 / ARM (Ampere)

processor   : 0
BogoMIPS    : 50.00
Features    : fp asimd evtstrm aes pmull sha1 sha2 crc32 atomics fphp asimdhp cpuid asimdrdm lrcpc dcpop asimddp
CPU implementer : 0x41
CPU architecture: 8
CPU variant : 0x3
CPU part    : 0xd0c
CPU revision    : 1

processor   : 1
...

Geekbench-Ergebnisse

In beiden virtuellen Maschinen habe ich mit wget Geekbench heruntergeladen, mit tar xzf ausgepackt und dann dreimal ausgeführt. Die Ergebnisse:

CX11 / x86 / Alma Linux 9

Single   Multi Core
------  -----------
   698         1203
   692         1207
   642         1205

--------------------------

CAX11 / ARM / Alma Linux 9

Single   Multi Core
------  -----------
  1082         1979
  1084         1982
  1079         1965

Zuletzt wollte ich noch wissen, ob Alma Linux 10 bei gleicher Hardware mehr Speed liefert (schnellerer Kernel, bessere Optimierung/Kompilierung der Programme etc.). Diese Tests habe ich nur auf der ARM-Instanz durchgeführt.

CAX11 / ARM / Alma Linux 10

Single   Multi Core
------  -----------
  1078         1971
  1069         1963
  1077         1974

Zusammenfassung: Bei meinen Tests boten die CAX11-Instanzen bei gleichen Kosten fast 50% mehr Leistung. Alma Linux 9 versus 10 ergibt dagegen keinen messbaren Unterschied.

PS: Geekbench ist noch nicht im IPv6-Zeitalter angekommen. Ist ja auch wirklich eine ganz neue Technologie … Wenn Sie selbst Tests durchführen wollen, müssen Sie die Instanz mit einer IPv4-Adresse konfigurieren. Weder gelingt der Download (das lässt sich umgehen), noch kann ./geekbench6 danach die Ergebnisse hochladen.

Einschränkungen

Bitte überbewerten Sie die Ergebnisse nicht! Die Hetzner-Cloud-Seite gibt keinerlei Informationen darüber, auf welchem Server bzw. auf welcher CPU Ihre virtuellen Maschinen laufen werden. Hetzner hat mehrere Rechenzentren mit unzähligen Server, mit Glück oder Pech landet Ihre virtuelle Maschine auf einem anderen, besser oder schlechter ausgestatteten Server. Das hier präsentierte Ergebnis ist nur eine Momentaufnahme, kein professionell über Wochen durchgeführter Test!

Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass zum Testzeitpunkt (Sonntag nachmittag) die Cloud-Server besonders stark ausgelastet waren, aber es ist natürlich denkbar, dass das Ergebnis durch die Aktivität anderer virtueller Maschinen beeinflusst wurde.

Geekbench ist definitiv nicht das Maß der Dinge für Server-Benchmarks. Aber Geekbench lässt sich leicht installieren und ausführen, außerdem sind die Ergebnisse mit Desktop-Hardware vergleichbar. Sagen wir so: Um die CPU-Performance zu vergleichen, sind die Tests aus meiner Sicht gut genug.

Zu guter Letzt habe ich ausschließlich die billigsten Cloud-Angebote verglichen (die bei meinen Anwendungen aber oft ausreichen). Es gibt viele weitere Varianten, z.B. »CPX11« (2 AMD-Cores, nur 2 GB RAM, 40 GB Disk).

Kurz und gut: Dieser Test besagt NICHT, dass ARM immer mehr Leistung als x86 bietet. Zum Zeitpunkt meiner Tests und bei den von mir gewählten Randbedingungen erscheint es aber so, also würden Sie bei preisgünstige Cloud-Instanzen mit ARM-CPUs aktuell mehr Leistung bekommen als bei Instanzen zum gleichen Preis mit x86-Hardware.

Quellen/Links

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Website-Builder Solo von Mozilla: Version 1.8 fertiggestellt

Solo ist ein Website-Builder von Mozilla, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Nun steht Solo 1.8 bereit und bringt viele Neuerungen.

Im Rahmen der Innovation Week im Dezember 2023 hatte das Mozilla Innovation Studio Solo angekündigt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Website-Builder mit Fokus auf Selbständige, der auf generative Künstliche Intelligenz für einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Seit dem Start hat Mozilla einige Funktionen ergänzt. Jetzt hat Mozilla Solo 1.8 fertiggestellt. Die vollständigen Release Notes:

  • Hinzufügen mehrerer Seiten zu Ihrer Website
  • Unterstützung für die Bereitstellung eines bestehenden Website-Links zur Erstellung Ihrer neuen Website hinzugefügt
  • Die neue Seite „Integrationen“ hebt Tools wie Übersetzungs- und Barrierefreiheits-Widgets hervor, die Sie zu Ihrer Solo-Website hinzufügen können
  • Aktualisierung unseres KI-Modells und der Anwendungslogik für bessere Textvorschläge bei der Erstellung Ihrer Website
  • Die maximal zulässige Anzahl von Bildern im Bereich Galerie wurde auf 20 Bilder erhöht
  • Die maximal zulässige Zeichenanzahl im Artikelbereich wurde auf 15k erhöht.
  • Verbesserte Anzeige des Vorschaubildes beim Teilen des Website-Links über iMessage, WhatsApp oder andere Messaging-Apps
  • Die Höhe des Abschnitts Codeeinbettung wurde erhöht, um größere Codeeinbettungen zu ermöglichen.
  • Solo-Websites mit einer benutzerdefinierten Domain erhalten jetzt ihre eigene Sitemap unter /sitemap.xml für SEO
  • Hinzufügen einer kanonischen URL zu allen Solo-Websites mit einer benutzerdefinierten Domain zur Verbesserung der Suchmaschinenoptimierung
  • Fehler behoben, damit kürzere Telefonnummern zu Links hinzugefügt werden können
  • Fehler im Zusammenhang mit dem Hinzufügen von WhatsApp- und Google-Seitenlinks zu Ihrer Website behoben
  • Fehler behoben, bei dem Links zu Artikelabschnitten nicht funktionierten
  • Verbesserte Qualität der Website-Erstellung bei der Erstellung einer Website mit einem bestehenden Facebook- oder Yelp-Link
  • Allgemeine Fehlerbehebungen und Geschwindigkeitsverbesserungen

Die Nutzung von Solo ist kostenlos. Geringe Kosten fallen höchstens bei Verwendung einer benutzerdefinierten Domain an.

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LibreOffice 25.2.4 ist da: Mehr Stabilität und Datenschutz für alle

LibreOffice erhält mit Version 25.2.4 ein neues Update. Die Entwickler beheben 52 Fehler in der freien Bürosuite. Damit soll die Stabilität weiter verbessert werden. Die neue Version folgt rund fünf Wochen nach dem letzten Update. Nutzer berichten von weniger Abstürzen und spürbar flüssigerem Arbeiten. Wer bereits Version 25.2 nutzt, sollte bald aktualisieren. LibreOffice 25.2 erschien […]

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📚 Swift 6 und SwiftUI

Eine Weile hat es so ausgesehen, als wäre »Swift 5« die letzte Auflage meiner Swift-Bücher. Um so mehr freut es mich, dass »Swift — Das umfassenden Handbuch« diese Woche rundumerneuert erschienen ist! Auch wenn der Verlag von der 5. Auflage spricht — aus meiner Sicht ist das Buch praktisch komplett neu. Aus der vorigen Auflage habe ich eigentlich nur einige Grundlagenkapitel übernommen (und aktualisiert), die die Syntax von Swift beschreiben.

Vollkommen neu ist hingegen der Fokus auf SwiftUI. Diese Bibliothek wird längerfristig das UIKit ablösen. SwiftUI erfordert in vielerlei Hinsicht ein Neulernen der UI-Programmierung. Der Aufwand lohnt sich! UIKit funktioniert plattformübergreifend (macOS, iOS etc.), passt sich automatisch an den Dark Mode an, übernimmt die Font-Einstellungen aus den Systemeinstellungen usw. Endlich könnenSie die Oberflächen Ihrer Apps per Code gestalten und sind nicht auf den unübersichtlichen Story-Board-Editor angewiesen.

Geändert hat sich das Buch auch aus einem zweiten Grund: Als ich die vorige Auflage verfasst habe, gab es ChatGPT noch nicht. Mit KI-Assistenten ändert sich der Coding-Alltag aber grundlegend. Sie müssen die Konzepte und Grundlagen verstehen; Details wie die Reihenfolge der Optionen, die Syntax exotischer Klassen etc. können Sie hingegen getrost KI-Tools überlassen. Mit etwas Glück werden brauchbare KI-Werkzeuge demnächst auch in Xcode integriert. (Diesbezüglich hat Apple viel versprochen, aber bisher wenig geliefert.) Bis es so weit ist, liefern auch ChatGPT, Claude oder Gemini verblüffend gute Code-Vorschläge.

Kurz und gut: »Swift — Das umfassende Handbuch« vermittelt Ihnen das Fundament, um selbstständig oder mit KI-Unterstützung eigene Apps zu entwickeln. Mehr Details zum Buch können Sie hier nachlesen:

https://kofler.info/buecher/swift/

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Pi hole 6.1 ist da. Großes Update mit neuen Funktionen und besserer Leistung

Das beliebte Werbeblockersystem Pi hole bekommt eine umfangreiche Aktualisierung. Die Entwickler haben alle drei Hauptkomponenten überarbeitet und neue Versionen veröffentlicht. Pi hole Core erscheint jetzt in Version 6.1. Die DNS Verarbeitung wurde vollständig an die FTL Komponente übergeben. Dadurch wird das System stabiler und effizienter. Das neue Webinterface in Version 6.2 wirkt moderner. Alte JavaScript […]

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Die mobile Version von Ubuntu bekommt ein neues Update. Die Community rund um die UBports Foundation hat OTA 9 veröffentlicht. Die neue Version basiert auf Ubuntu 20.04 LTS. Besonders erfreulich ist die verbesserte VoLTE Unterstützung. Auf mehreren Volla Geräten funktioniert die Telefonie über LTE nun direkt. Auf anderen Geräten bleibt sie jedoch experimentell. Auch Waydroid […]

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Mozilla veröffentlicht Firefox 139 für Android

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Podcastepisode: Wie funktioniert SIP?

Zum Ende des Monats wollte ich euch noch im Blog von der aktuellen Risikozone-Episode 74 „SIP Happens: No Contact, No Service“ berichten, in der wir uns endlich mal dem Session Initiation Protocol (SIP) widmen konnten. Unsere Gäste von sipgate arbeiten im Infrastrukturteam und sind damit die richtigen Ansprechpartner.

SIP war insbesondere in den 2000ern ein Ding, als VoIP aufkam und ist dann in meinen Augen immer mehr in den Hintergrund verschwunden. Unter der Haube wird die Rolle von SIP in den nächsten Jahren jedoch immer wichtiger, da SIP die technische Grundlage für Anrufe im Mobilfunk darstellt. Anrufe werden spätestens ab der in 2028 beginnenden GSM-Abschaltung in Deutschland entweder per Mobilfunk über VoLTE oder per WLAN über VoWiFi abgewickelt. Intern kommen dabei immer IPsec und SIP zum Einsatz.

Festnetztelefonie ist seit der All-IP-Umstellung um 2018 herum auch weitestgehend SIP-only. Nur stellt sich hier die Frage, wie lange uns klassische Telefone erhalten bleiben, bis alles in Teams & Co. migriert wird. SIP ist somit so ein wenig die Schnittstelle zwischen der Internetwelt mit der Best-Effort-Mentailität und der klassischen Nachrichtentechnik, wo es auf Qualität der Kanäle ankommt.

Als Bonus berichten wir über eine Lücke in der Firmware einiger Smartphones, die auf MediaTek-Prozessoren setzen. Dabei erklären wir, wie die Lücke gefunden wurde, wie sie wirkte und wie der Responsible-Disclosure-Prozess ablief.

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Linux Coffee Talk 5/2025

Der Linux Coffee Talk ist ein besonderes Format bei fosstopia, in dem wir die spannendsten Themen des vergangenen Monats Revue passieren lassen. Schnapp Dir einen Kaffee, Tee oder Dein Lieblingsgetränk, lehn Dich zurück und genieße die lockere Stimmung. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen im Mai 2025. Viel Spaß beim […]

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