System76 hat Pop!_OS 21.10 auf Basis des bis Oktober 2023 unterstützten Linux 5.15 LTS veröffentlicht. Die Distribution erhält unter anderem einen neuen Launcher zum Starten von Anwendungen und ist erstmals auch als Systemabbild für den Einplatinencomputer Raspberry Pi 4 und Pi 400 erschienen.
Auf Manjaro 21.0 („Ornara“) mit Gnome 3.38 und Manjaro 21.1 („Pahvo“) mit Gnome 40 folgt in Kürze Manjaro 21.2 („Qonos“) mit dem aktuellen Linux-Desktop Gnome 41.1, das jetzt erstmals als Release Candidate erschienen ist und von jedermann ausprobiert werden kann. Das Fundament bildet der Betriebssystem-Kernel Linux 5.15.6.
Das neue Linux Mint 20.3 („Una“) mit dem neuesten Cinnamon 5.2 soll planmäßig um Weihnachten herum die Nachfolge von Linux Mint 20.2 („Uma“) mit Cinnamon 5.0 antreten und ist jetzt erstmals als Beta-Version auf Basis der Distribution Ubuntu 20.04 LTS („Focal Fossa“) und Linux 5.4 erschienen.
Stadt Dortmund prüft Institutionalisierung von Freier Software
Bild: FOSS-Koordinierungsstelle
Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie (Roadmap Memorandum zur Digitalisierung 2020 – 2025) prüft die Stadt Dortmund derzeit die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Open Source und Digitale Souveränität. Der strukturierten Entwicklung einer Open-Source-Governance zur Bearbeitung der vielschichtigen Aspekte von Open Source würde mit dieser Koordinierungsstelle ein institutioneller Rahmen gegeben. Das Ziel Open Source in Kommunen als einen Baustein für mehr Digitale Souveränität zu verankern, erfordert die tägliche Widmung einer professionellen Aufmerksamkeit in den Behörden. Dies ist eine ämterübergreifende Aufgabe, welche u.a. IT-Steuerung und -Management, Vergabe und Beschaffung, Organisationsmanagement, Finanzmanagement und Controlling, rechtliche Fragen, sowie die Rolle der Verwaltung im Open-Source-Ökosystem und viele weitere Aspekte in einer Gesamtstrategie zusammenführen muss. Für Do-FOSS gehört zu den Aufgaben der Koordinierungsstelle Open Source in Zukunft zum Beispiel auch die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung (ZenDiS), welches derzeit unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik (BfIT) aufgebaut wird. Mit dem Wissensaufbau und der Entwicklung praxistauglicher Lösungswege, könnte die Koordinierungsstelle Open Source zudem wertvolle Vorarbeiten leisten, welche von anderen Kommunen aufgegriffen werden können. Ein solches Open-Source-Mindset im Sinne interkommunaler Synergien begrüßt Do-FOSS ebenso wie die Einrichtung der Koordinierungsstelle selbst.
Koordinierungsstelle Open Source und Digitale Souveränität
Das „Memorandum zur Digitalisierung 2020 bis 2025“ verweist bereits auf die hohe Bedeutung von Open Source für die digitale Souveränität der Kommune, indem es fordert, wo möglich Open Source Software zu nutzen und die von der Verwaltung entwickelte oder zur Entwicklung beauftragte Software der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Eine Potentialanalyse zur Anwendung von Open Source in der Stadtverwaltung Dortmund befindet sich bereits in Arbeit. Die Ergebnisse werden den politischen Gremien voraussichtlich im 1. Quartal 2022 vorgelegt. Auf Basis dieser Ergebnisse sollte eine Open Source-Strategie für die Stadt Dortmund abgeleitet werden, die anhand standardisierter Bewertungskriterien die Entscheidungsfindung für den Einsatz von Open Source-Software unterstützt und einen Fahrplan zur Sicherstellung der digitalen Souveränität enthält. Dazu ist es notwendig Aspekte der Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Praktikabilität des Einsatzes von Open Source-Lösungen transparent zu machen und sinnvoll abzuwägen. Dazu ist die Durchführung von Technologieanalysen und einem zugehörigen Normenscreening ebenso notwendig, wie die Vernetzung mit staatlichen sowie nicht-staatlichen Open Source-Initiativen auf nationaler wie internationaler Ebene.
Um dies zu erreichen und gleichzeitig eine institutionalisierte Schnittstelle zwischen dosys, Datenschutz, Politik und gesellschaftlichen Initiativen sicherzustellen, wird die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Open Source und Digitale Souveränität im CIIO geprüft.
Wer sich bezüglich der aktuellen Diskussion rund um das Thema Digitale Souveränität und den Zusammenhang zu Open Source weitergehend informieren will, sei auf die folgende Diskussion verwiesen. Mit Datum vom 04.11.2021 hat der Digitale Staat Online / Behörden Spiegel die Onlinediskussion Digitale Souveränität und Open Source in Kommunen veranstaltet:
Was bedeutet Souveränität für Kommunen und wie müssen sie sich in einer zunehmend digitalisierten Welt aufstellen, um souverän zu handeln und zu gestalten? Konkrete Hebel zur Stärkung der Digitalen Souveränität sind beispielsweise die konsequente Forderung von Offenen Standards und der vermehrte Einsatz von Open-Source-Software (OSS) in der Öffentlichen Verwaltung.
Digitaler Staat Online: Digitale Souveränität und Open Source in Kommunen. Link zu YouTube!
Im verlinkten Video finden sich die wesentlichen Aussagen von Do-FOSS an den Zeitmarken 31,57, 1:02,47, 1:21,16 und 1:27,04.
Fazit
Für Do-FOSS stellt es eine Notwendigkeit dar, zukünftig in alle IT-Entscheidungen die Auswirkungen auf die Digitale Souveränität einzubeziehen. Eine Koordinierungsstelle Open Source ist zur Etablierung einer Open-Source-Governance unabdingbar.
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Die Roadmap zur Digitalisierung 2020 – 2025 inkl. Anlage kann hier heruntergeladen werden.
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Werbung ist für Unternehmen wichtig, damit sie ihre Waren und Dienstleistung bekannter und so mehr Umsätze generieren können. Doch vielen Internetnutzern gehen genau solche Werbemaßnahmen auf den Senkel. Aus diesem Grund gibt es mit dem Raspberry Pi und Pi-Hole, eine effiziente Lösung die sich jeder selbst machen kann.
Die Linux-Distribution NixOS geht ihren ganz eigenen Weg und setzt in der neuesten Version 21.11 auf die aktuellen Desktops Gnome 41.1 und KDE Plasma 5.23.3 sowie einen eigenen Paketmanager und atomare Updates. Mit seiner unorthodoxen Arbeitsweise hebt sich das freie Betriebssystem stark von anderen Distributionen am Markt ab.
Das Open Source Media Center („OSMC“) – vormals Raspbmc –, das insbesondere für Einplatinencomputer der Serie Raspberry Pi konzipiert worden ist, kombiniert in der neuesten Version 2021.11 das freie Mediencenter Kodi 19.3 („Matrix“) sowie ein sogenanntes Just Enough Operating System („JeOS“) auf Basis von Debian.
Auf Basis von Red Hat Enterprise Linux 8.5 legt das polnische Unternehmen EuroLinux seine gleichnamige Enterprise-Linux-Distribution EuroLinux für Unternehmen neu auf, welche vollständig mit Red Hat, CentOS, Rocky Linux, Oracle sowie Scientific Linux kompatibel ist. Verbessert wurde unter anderem die Migration mittels Skripten.
Im Schatten von Ubuntu Touch, PureOS und Volla OS hat sich NemoMobile, dessen Wurzeln auf zwei bekannte Projekte und bis in Jahr 2012 zurückreichen, dennoch stetig weiterentwickeln können. Die Abspaltung („Fork“) von Sailfish OS ist jetzt in der neuen Version 0.7 erschienen und macht weiter Fortschritte abseits des Rampenlichts.
Der Chrome-OS-Fork CloudReady spielt in der Version 94.3 wieder problemlos Videostreams von Netflix ab. Zuvor hatte das Cloud-basierte Betriebssystem hier mit Problemen zu kämpfen. Auch ein Problem mit diversen APUs aus der Prozessorfamilie Picasso wurde mit dem neuesten Release behoben.
Microsoft hat mit den Arbeiten am Support von Direct3D in der Version 12 für die freie Grafik-Bibliothek Mesa 3D und Betriebssysteme auf Basis von Linux begonnen, wie mehreren Einträgen auf der Entwicklerplattform GitLab zu entnehmen ist. Auch die hierfür verwendete Mailingliste bestätigt entsprechende Arbeiten am Treiber.
Q4OS ist eine leichtgewichtige Linux-Distribution basierend auf Debian GNU/Linux sowie den beiden Desktop-Umgebungen KDE Plasma und Trinity. Die neueste Ausgabe des freien Betriebssystems Q4OS 4.7 („Gemini“) setzt auf Debian 11.1 („Bullseye“) und bleibt dabei ganz seiner Linie treu. Freunde von KDE 3.x kommen auf ihre Kosten.
Die für das Spielen unter Linux noch immer essentielle Kompatibilitätsebene Wine, eine Windows-kompatible Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme, ist jetzt in der neuen Beta 6.22 erschienen. Derweil bereitet sich das Projekt bereits auf den ersten „Freeze“ für die bereits Anfang 2022 erwartete Version 7.0 vor.
Slackware Linux, erstmals veröffentlicht am 17. Juli 1993, ist die älteste noch aktive Linux-Distribution und die erste, die eine große weltweite Verbreitung fand. Doch im Anschluss an Slackware 14.2 auf Basis von Linux 4.4 im Juni 2016 wurde es ruhig um den einstiegen Pionier und heutigen Linux-Dinosaurier – bis jetzt.
Ubuntu Mate 20.04 – Interessant für Linux Anfänger Ubuntu Mate 20.04 ist gerade für Linux Einsteiger, die vorher Microsoft Windows genutzt haben, einen Blick wert. Dieses Linux Betriebssystem lässt sich kinderleicht in deutscher Sprache installieren. Wenn von der Linux Distribution Ubuntu die Rede ist, ist meistens die Hauptversion mit dem GNOME-Desktop gemeint. Daneben existieren jedoch… Weiterlesen Ubuntu Mate 20.04 – Linux Betriebssystem für Einsteiger
AlmaLinux ist eine Abspaltung („Fork“) von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und versteht sich als kostenlose professionelle Enterprise-Distribution für Server, Clients und Desktop-Workstations. Die neueste Ausgabe basiert auf dem ebenfalls gerade erst erschienenen Red Hat Enterprise Linux 8.5 und ist vollständig binärkompatibel.
AlmaLinux ist eine Abspaltung („Fork“) von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und versteht sich als kostenlose professionelle Enterprise-Distribution für Server, Clients und Desktop-Workstations. Die neueste Ausgabe basiert auf dem ebenfalls gerade erst erschienenen Red Hat Enterprise Linux 8.5 und ist vollständig binärkompatibel.
Valve hat bekanntgegeben, dass die Linux-Distribution SteamOS 3.0, die auch auf dem auf 2022 verschobenen Handheld Steam Deck zum Einsatz kommen soll, frei verfügbar und auf jedem PC installierbar sein wird. Das freie Betriebssystem setzt auf die modulare Desktop-Umgebung KDE Plasma.
AlmaLinux ist eine Abspaltung („Fork“) von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und versteht sich als kostenlose professionelle Enterprise-Distribution für Server, Clients und Desktop-Workstations. Die neueste Ausgabe basiert auf dem ebenfalls gerade erst erschienenen Red Hat Enterprise Linux 8.5 und ist vollständig binärkompatibel.
Der insbesondere unter Bastlern aus der DIY-Szene beliebte Einplatinencomputer Raspberry Pi 4, der auch als vollwertiger Schreibtischcomputer zum Einsatz kommen kann, erhält im Rahmen des Updates auf Raspberry Pi OS („Bullseye“) über eine neue Firmware einen um 300 MHz erhöhten Boost-Takt für mehr Performance spendiert.
Die kostenlose Virtualisierungssoftware Multipass von Canonical ermöglicht es, die hauseigene Linux-Distribution Ubuntu auf dem ersten M1-Prozessor sowie den neuen ARM-Chips von Apple Silicon aus den aktuellen MacBook Pro, dem M1 Pro und M1 Max, schnell und unkompliziert zu virtualisieren. Die Einrichtung erfolgt automatisiert.
Das freie Betriebssystem Raspberry Pi OS – ehemals Raspbian – für Mini-PCs und Einplatinencomputer wie den Raspberry Pi 4 basiert auf Debian GNU/Linux und setzt jetzt erstmals auf das aktuelle Debian 11 („Bullseye“). Mit dem Wechsel auf das neue Fundament wurden auch alle Anwendungen auf das GUI-Toolkit GTK3 umgestellt.
Der US-Computerhersteller und Linux-Distributor System76 arbeitet an einer eigenen Desktop-Umgebung auf Basis der ursprünglich von Mozilla initiierten und heute unter anderem von Amazon, Google und Microsoft finanzierten Programmiersprache Rust für seine Distribution Pop!_OS und wird dafür auf die Gnome Shell UX verzichten.
Das im Jahr 2003 aus einer Abspaltung („Fork“) vom französischen Betriebssystem Mandrake Linux, später auch Mandriva Linux, hervorgegangene PCLinuxOS ist eine Linux-Distribution der alten Schule. Sie konzentriert sich mit der aktuellsten Software, aber ohne die Prozess-ID („Daemon“) Systemd in erster Linie auf den Desktop-PC.
LibreELEC 10.0.1, eine Abspaltung des 2017 eingestellten OpenELEC, kombiniert das Mediencenter Kodi 19.3 („Matrix“) mit einem Just Enough Operating System („JeOS“) auf Basis von Linux. Neben der klassischen x86-Architektur werden jetzt sparsame Einplatinencomputer auf ARM-Basis wie der Raspberry Pi 4 besser unterstützt.