Softwareentwicklung im Wandel durch KI
KI verändert die Software-Entwicklung. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Einen ausgewogenen Umgang damit lassen Communities und Social Media häufig vermissen.
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Ideogram Vector 1.0 erstellt aus Text-Input oder anderen Bildern saubere, skalierbare Vektorgrafiken im SVG-Format.
Linus Torvalds’ erste mit Claude Code erstellten Kernel-Patches führen zu engagierten Diskussionen und viel Kritik an der von der Kernel-Entwicklung eingeschlagenen Richtung.
Laut einer Umfrage von Washington Post, ABC News und Ipsos lehnt eine deutliche Mehrheit der Amerikaner den Bau neuer Rechenzentren in den Vereinigten Staaten ab, glaubt, dass künstliche…
Eine Untersuchung des spanischen Forschungsinstituts Imdea Networks zeigt, dass mehrere bekannte KI-Chatbots Informationen aus Nutzergesprächen an externe Tracking- und Analysedienste übermitteln. Von neun untersuchten Webversionen waren sechs betroffen. Zu den Anbietern gehörten ChatGPT, Claude und Gemini. Die Weitergabe umfasste unter anderem Chat-Titel, Links zu Unterhaltungen und eingegebene Fragen. In einzelnen Fällen gelangten auch Screenshots an […]
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Grundlage der neuen Chips ist Googles Neural Processing Unit (NPU) Coral, deren Accelerator-Design im vergangenen Jahr unter Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht wurde, was es anderen Firmen…
Anthropic hat still und heimlich einen Gesetzentwurf erarbeitet, der regeln soll, wie Frontier-KI-Modelle künftig reguliert werden können, berichtet das amerikanische Nachrichtenportal Politico.
Linus Torvalds spricht sich deutlich gegen Einschränkungen beim Einsatz von KI-Werkzeugen in der Linux-Kernel-Entwicklung aus. In einer Diskussion auf der Kernel-Mailingliste kritisierte er den Versuch, bestimmte Hilfsmittel für Entwickler zu verbieten. Entscheidend sei nicht, womit ein Beitrag erstellt wurde, sondern ob der Entwickler seinen Code versteht und die Verantwortung dafür übernimmt. Ausgangspunkt der Debatte ist […]
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In einem weiteren Urteil hat nun das Landgericht Aachen in einem Eilverfahren festgestellt, dass Google für die Inhalte seiner KI-gestützten Suche verantwortlich ist, und ihm untersagt, dort…
Die Bundesregierung distanziert sich offenbar von einer geplanten Zusammenarbeit mit dem französischen KI-Unternehmen Mistral AI und dem Softwarekonzern SAP. Ein im November 2025 vereinbarter Rahmenvertrag für den Einsatz entsprechender KI-Technologie beim Bund ist vorerst vom Tisch. Während SAP und Mistral ihre Entwicklung zunächst eigenständig fortsetzen sollen, könnte das deutsche KI-Unternehmen Aleph Alpha mit seinem Modell […]
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Der Browser Brave erweitert seinen integrierten KI-Assistenten Leo um Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Gemeinsam mit NEAR AI will das Unternehmen sicherstellen, dass Anfragen und Antworten nicht einfach von den beteiligten Dienstleistern eingesehen werden können. Statt auf bloße Vertrauensversprechen zu setzen, soll ein technisch überprüfbares Verfahren den Schutz der Kommunikation gewährleisten. Die neue Funktion ist zunächst für das Modell […]
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Wie nun bekannt wurde, ist der vom FBI festgenommene und von OpenAI inzwischen entlassene Mitarbeiter, der hinter einem Fernseher in einem Besprechungsraum für Führungskräfte eine Wanze versteckt…
Meta kehrt mit Muse Spark Open zur Open-Weights-Tradition seiner Llama-Modelle zurück, und auch Black Forest Labs veröffentlicht ein neues Modell mit offenen Gewichten, das unter bestimmten…
Die Linux-Kernel-Entwickler wollen die Kennzeichnungspflicht für KI-unterstützten Code abschaffen. Der Assisted-by-Tag hat seinen Zweck nicht erfüllt. Die Verantwortung für eingereichte Patches bleibt unverändert.
Einem Post auf X des Google-Forschers Haydn Belfield zufolge sind wir im Moment noch sehr weit von sich selbst verbessernder KI entfernt.
Anlass sind die jüngsten Vorfälle, bei denen KI-Systeme aus den ihnen gesetzten Grenzen ausbrechen und fremde Rechner hacken konnten.
Flathub erlaubt wieder Anwendungen, die mit KI-generierten Inhalten entwickelt wurden. Statt eines pauschalen Verbots müssen Entwickler künftig offenlegen, welche Bestandteile ihrer Einreichung mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden sind und welchen Umfang diese haben. Über die Aufnahme entscheidet weiterhin das Flathub-Team, das Anwendungen bei Qualitätsbedenken oder erschwerter Wartbarkeit ablehnen kann. Noch im Mai hatte das Flatpak-Repository eine […]
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Character.AI, ein KI-Chatbot, bei dem sich der Anwender einen Gesprächspartner maßschneidern konnte, meldet nach nur 5 Jahren Existenz Konkurs an.
KI droht, das Geschäftsmodell für proprietäre Software zu verändern. Anhaltspunkte dafür sind Projekte wie ArtCraft, das versucht, Anwendungen wie Photoshop, Premiere Pro oder Microsoft Word durch freie Alternativen zu ersetzen.
Bei der Kernel-Entwicklung wurde die ursprüngliche Frage, ob KI bei der Entwicklung erlaubt werden soll, mittlerweile von der Frage abgelöst, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann.
Meta hat mit Muse Wonder und Muse Wonder Full seine bislang stärksten KI-Modelle vorgestellt, die besonders bei agentischen Aufgaben sehr gut abschneiden sollen.
Vals, ein auf KI-Benchmarks und -Evaluierungen spezialisiertes Unternehmen, hat jetzt in einer Fallstudie untersucht, ob es sich lohnt, größere Schwärme von KI-Agenten auf eine Aufgabe anzusetzen.
Flathub rudert bei seinen KI-Regeln zurück. Aus dem generellen Verbot vom Mai 2026 wird eine Deklarierungspflicht für die Entwickler. KI-Agenten bleiben weiterhin außen vor.
Im Rahmen meiner Arbeit für unser Claude-Code-Buch habe ich wieder einmal durchgetestet, wie weit man mit lokalen Modellen und Open-Source-Tools kommt. Als Coding-Agent habe ich das Programm Pi verwendet, das ich demnächst hier näher vorstellen will. Pi habe ich zusammen mit diversen lokalen Modellen ausprobiert, unter anderem Gemma 4, Qwen-3.6-35b-a3b, Qwen-3.8-27b sowie Qwen-3.8-Flash-Next. Der Testrechner ist mit 128 GB RAM und einer Strix-Halo-CPU ausgestattet.
Um es kurz zu machen: Gemma 4 und Qwen-3.6-35b-a3b sind für agentisches Programmieren einfach zu schwach. Qwen-3.8-27b ist spürbar besser, aber als »dichtes« Modell (dense, immer alle Parameter im Einsatz) mit meiner Hardware definitiv zu langsam. Richtig spannend ist dagegen Qwen-3.8-Flash-Next! Es ist mit 125 Milliarden Parametern das größte und neueste Modell in meinem Testparcours. Dank MoE (Mixture of Experts) sind aber stets »nur« 6 Milliarden Parameter aktiv. Das Modell enthält außerdem eine Look-up-Tabelle für Token-Kombinationen mit weiteren 51 Milliarden Parametern (N-gram Embedding Layer). Die Gesamtmodellgröße wird daher oft mit 180 Milliarden Parametern angegeben. Der Platzbedarf beträgt bei 4-Bit-Quantisierung ca. 110 GB auf der SSD sowie ca. 90 GB im RAM (weniger, weil nur Teile der Look-up-Tabelle tatsächlich im RAM landen). Bei meinen Tests liefert das Modell bessere Ergebnisse als Qwen-3.8-27b und ist gleichzeitig schneller. Eine sehr angenehme Kombination.
Der Rest dieses Artikels beschäftigt sich mit der Frage, welche Möglichkeiten es gibt, Qwen-3.8-Flash-Next auf Strix-Halo-Rechnern auszuführen. Um es vorwegzunehmen: Mein für Testzwecke beliebtes LM Studio ist ungeeignet. Dafür gibt es zwei Projekte, die speziell für die AMD-CPU optimierte Engines anbieten und einen Output von über 40 Token/s erreichen.
LM Studio ist prinzipiell meine erste Wahl, um ein neues Sprachmodell erstmalig auszuprobieren. Tatsächlich gelingt damit die Ausführung von Qwen3.8-Flash-Next-GGUF mit ca. 24 Token/s. Das ist OK, aber weit weg vom theoretischen Maximum. Der Hauptgrund besteht darin, dass es mir (mit meiner Hardware) nicht gelungen ist, MTP zum Laufen zu bringen. Es gibt zwar auf Hugging Face mehrere Qwen-3.8-Flash-Next-Varianten mit inkludierten MTP-Daten, aber die eine Variante läuft gar nicht, bei der nächsten funktioniert MTP nicht und die Token-Rate sinkt auf 12 Token/s etc.
Die Ursache: Diverse Qwen-3.8-Flash-Next-Varianten setzen speziell gepatchte llama.cpp-Versionen voraus. Das Experimentieren damit ist eine Frickelei, die mich an die ersten Linux-Jahre zurückdenken lässt.
Erfreulicherweise gibt es einige Projekte, die sich darauf spezialisiert haben, moderne Sprachmodelle auf Strix-Halo-Hardware bestmöglich auszuführen. Einen guten Überblick gibt dieses YouTube-Video von Donato Capitella. Ich konzentriere mich hier auf Gufo und Halogen.
Das Open-Source-Projekt Gufo will einen einfachen Weg anbieten, speziell für die Strix-Halo-CPU optimierte Engines und Sprachmodelle so zu kombinieren, dass diese mit minimalem Aufwand installiert und so effizient wie möglich ausgeführt werden können.
Die Projektseite enthält Anleitungen, wie Gufo als Podman-Container ausgeführt oder mit nix lokal installiert und kompiliert werden kann. Ich habe mich für die Podman-Variante entschieden und setze dieses Container-System im Folgenden voraus. (Unter Fedora ist Podman per Default installiert.)
Die folgenden Kommandos kombinieren Infos aus dem Gufo-Quickstart und dem Qwen-3.8-Flash-Next-Readme mit ein paar Detailkorrekturen. Der Kontext ist auf die Maximalgröße eingestellt. --sessions 2 ermöglicht zwei parallele Sessions. Das kostet zusätzlichen Arbeitsspeicher; außerdem sind zwei parallele Sessions natürlich langsamer. Wenn Sie nur eine Session brauchen, ist --sessions 1 sicherer.
# hf-Kommando installieren
sudo dnf install python3-huggingface-hub
# aktuellen Benutzer zu den Gruppen render
# und video hinzufügen; wird erst in einer
# neuen Shell wirksam
sudo usermod -aG render,video "$USER"
# Arbeitsverzeichnis erstellen
mkdir ~/gufo
cd ~/gufo
# Qwen-3.8-Flash-Next herunterladen (ca. 110 GB); die Dateien
# landen in ~/gufo/models/qwen3.8-flash-next
hf download unsloth/Qwen3.8-Flash-Next-GGUF \
--revision 38bb39ee97821de2c9009abb7e93950eec396e66 \
--include "UD-Q4_K_XL/*" \
--include "MTP/mtp-Qwen3.8-Flash-Next-shared-Q8_0.gguf" \
--include "mmproj-BF16.gguf" \
--local-dir models/qwen3.8-flash-next
# Pfade zu den Modellen in Variablen speichern
export MODEL="$PWD/models/qwen3.8-flash-next/UD-Q4_K_XL/Qwen3.8-Flash-Next-UD-Q4_K_XL-00001-of-00004.gguf"
export MTP="$PWD/models/qwen3.8-flash-next/MTP/mtp-Qwen3.8-Flash-Next-shared-Q8_0.gguf"
# Gufo-Runtime-Image herunterladen (ca. 5,5 GB)
podman pull ghcr.io/gufo-org/toolboxes/gufo-runtime:latest
# LLM ausführen und auf Port 8080 anbieten
podman run --rm \
--userns=keep-id:uid=1000,gid=1000 \
--security-opt label=disable \
--device /dev/kfd \
--device /dev/dri \
--group-add keep-groups \
--ulimit memlock=-1 \
-p 127.0.0.1:8080:8080 \
-v "$(dirname "$(dirname "$MODEL")")":/models:ro \
ghcr.io/gufo-org/toolboxes/gufo-runtime:latest \
gufo serve --host 0.0.0.0 --port 8080 llm \
--model "/models/UD-Q4_K_XL/$(basename "$MODEL")" \
--speculative mtp \
--mtp-model "/models/MTP/$(basename "$MTP")" \
--sessions 2 \
--context 262144
Mit curl können Sie ausprobieren, ob das Sprachmodell funktioniert:
curl -s http://127.0.0.1:8080/v1/chat/completions \
-H "Content-Type: application/json" \
-d '{
"model": "Qwen3.8 Flash Next",
"messages": [{"role": "user",
"content": "Write a Python function that checks if a string is a palindrome."}],
"max_tokens": 1000,
"reasoning_effort": "low"
}' | jq -r '.choices[0].message.content'
(Antwort gekürzt ...)
# Palindrome Checker in Python
def is_palindrome(s: str) -> bool:
# Remove non-alphanumeric characters and convert to lowercase
cleaned = ''.join(ch.lower() for ch in s if ch.isalnum())
# Compare the string with its reverse
return cleaned == cleaned[::-1]
Damit der Coding-Agent Pi das Sprachmodell verwendet, tragen Sie den Server in ~/.pi/agent/models.json ein:
{
"providers": {
"qwen-38-flash-next-gufo": {
"baseUrl": "http://localhost:8080/v1",
"api": "openai-completions",
"apiKey": "not necessary",
"models": [
{ "id": "Qwen3.8 Flash Next",
"contextWindow": 262144 }
]
}
}
}
Als Test habe ich Pi aufgefordert, zuerst einen Space-Invaders-Klon zu programmieren und danach eine Pause-Funktion zu implementieren. Dazu waren diese beiden Prompts und ca. 10 Minuten Geduld erforderlich. Der Terminal-Tab mit dem Podman-Container protokollierte Output-Token-Raten zwischen 35 und 50 Token/s, meistens ca. 40 Token/s.
Create a browser game called Invaders in a single file
index.html. Plain HTML, CSS and JavaScript, no frameworks, no build step, no dependencies. Use a canvas size of 800×600. The player controls a ship at the bottom edge with the left and right arrow keys and fires with the space bar. Five rows of eight aliens move sideways as a block, step down one row when they reach an edge, and disappear when a shot hits them. The game ends when all aliens are destroyed or an alien reaches the bottom row. Show the score in the top left corner. Do not start a web server.Implement a pause key (P).

Der Halogen-Flash-Server ist in seiner Zielrichtung noch fokussierter. Als einziges Modell wird Qwen-3.8-Flash-Next unterstützt. Die Projektseite verspricht die höchste Token-Rate für dieses Modell auf Strix-Halo-CPUs. Der Nachteil: Teile der Software sind nicht Open Source und damit eine Black Box.
Die Installation bzw. Inbetriebnahme ist einfacher als bei Gufo. Auch Halogen setzt auf Podman. Ein einziges Kommando reicht aus, um das Halogen-Image und das Modell herunterzuladen. Weil Halogen eine anders optimierte Variante von Qwen-3.8-Flash-Next verwendet, ist neuerlich ein Download von über 110 GB notwendig (natürlich nur beim ersten Start). Das Modell wird in ~/halogen-models gespeichert. Die API verwendet standardmäßig den Port 8731. Halogen verwendet automatisch die maximale Kontextgröße (262.144 Token) und erlaubt vier parallele Sessions (einstellbar mit der Umgebungsvariablen HALOGEN_KV_SLOTS).
podman run --rm -p 127.0.0.1:8731:8731 \
--device /dev/kfd --device /dev/dri --group-add keep-groups \
--ipc=host --ulimit memlock=-1:-1 \
-e HALOGEN_DOWNLOAD=peonist-ai/halogen-qwen3.8-flash-next \
-v ~/halogen-models:/models \
ghcr.io/peonist-ai/halogen-flash-server:0.17.3
Wiederum sollten Sie zuerst mit curl testen, ob alles funktioniert:
curl -s http://127.0.0.1:8731/v1/chat/completions \
-H "Content-Type: application/json" \
-d '{
"model": "halogen-qwen3.8-flash-next",
"messages": [{"role": "user",
"content": "Write a Python function that checks if a string is a palindrome."}],
"max_completion_tokens": 4096,
"reasoning_effort": "low"
}' | jq -r '.choices[0].message.content'
Die Konfigurationszeilen für Pi sehen so aus:
{
"providers": {
"halogen": {
"baseUrl": "http://127.0.0.1:8731/v1",
"api": "openai-completions",
"apiKey": "halogen",
"models": [
{ "id": "halogen-qwen3.8-flash-next",
"contextWindow": 262144 }
]
}
}
}
Bei meinen Tests habe ich mit Halogen tatsächlich eine spürbar höhere Geschwindigkeit erreicht (Output zwischen 50 und 60 Token/s). Ich habe einen sehr simplen Benchmarktest durchgeführt und dazu die ersten 40 Aufgaben von HumanEval+ aus EvalPlus 0.3.1 mit Greedy-Decoding und reasoning_effort: low ausgeführt. Halogen brauchte 356 s (61,6 Tokens/s), Gufo 407 s (52,2 Tokens/s), also rund 12 % weniger Zeit bzw. 18 % mehr Durchsatz. Bei der Qualität lagen beide gleichauf: 39 von 40 Aufgaben mit den Original-Tests, mit den erweiterten Tests 37 (Halogen) bzw. 38 (Gufo). Der Test ist zu wenig spezifisch, um echte Qualitätsunterschiede für agentisches Coding festzustellen. Mir fehlt die Zeit, um weitere Tests laufen zu lassen. Immerhin lässt sich sagen: Beide Modelle tun, was sie sollen, und Halogen macht es ein wenig schneller.
Wenn Ihnen der Closed-Source-Black-Box-Charakter von Halogen egal ist, ist Halogen also eine gute Wahl und aktuell vermutlich der schnellste Weg, um Qwen-3.8-Flash-Next auf Strix-Halo-Geräten auszuführen. Gegen das Projekt spricht neben dem fehlenden Quellcode der Umstand, dass keine anderen Sprachmodelle unterstützt werden.
Es ist immer wieder überraschend, wie viel Bastelarbeit erforderlich ist, um moderne Sprachmodelle mit offenen Gewichten tatsächlich auszuführen. (Um es noch einmal zu betonen: »Freie« Sprachmodelle sind nicht mit Open-Source-Software zu vergleichen. Zwar ist bei vielen derartigen Modellen immerhin dokumentiert, wie die Gewichte zustande kommen; die Basis des Modells, insbesondere die Trainingsdaten und die genauen Trainingsbedingungen, ist aber nicht zugänglich.)
Um die positiven Aspekte zu nennen: Die real erzielbaren Ergebnisse lokaler Modelle werden von Monat zu Monat besser. Das in diesem Beitrag vorgestellte Modell ist ein gutes Beispiel dafür. Qwen-3.8-Flash-Next schlägt sich in Benchmark-Tests ausgezeichnet. In Kombination mit einer dafür optimierten Engine sind die erzielbaren Token-Raten so hoch, dass ein produktives Arbeiten auf Consumer-Hardware möglich ist.
Die Qualität, Geschwindigkeit und Kontextgröße lokaler Modelle auf Consumer-Hardware kommen natürlich bei weitem nicht an die kommerziellen Modelle auf Cloud-Servern von OpenAI oder Anthropic heran; aber je nach Aufgabenstellung sind freie Modelle mittlerweile gut genug für praktische Arbeiten, z.B. zur Software-Entwicklung mit dem CLI Pi. Das sind gute Nachrichten für alle, die sich Unabhängigkeit und Datenschutz wünschen.
Ehrlicherweise muss ich sagen: Ein Claude-Pro-Abo kostet auch über Jahre gerechnet viel weniger als die für diese Tests erforderliche Hardware. (Mein Testrechner hat Ende 2025 knapp 2500 € gekostet. Mittlerweile ist der Rechner leider fast doppelt so teuer.) Gleichzeitig bieten Claude Code, Codex, Vibe CLI oder andere kommerzielle Angebote mehr Komfort, eine viel höhere Coding-Geschwindigkeit und natürlich, und das ist am wichtigsten, eine deutlich höhere Coding-Qualität. Wenn ich es mir aussuchen darf, werde ich für professionelle Software-Entwicklung also weiter bei den kommerziellen Anbietern bleiben.
Gufo
Halogen
Nach Dots von OpenAI und Muse von Meta bietet nun auch Google persönliche, universelle und dauerhaft aktive KI-Agenten an, die ihren Nutzern alltägliche Aufgaben abnehmen sollen, darunter das…