Mozilla investiert weitere fünf Millionen USD in Mozilla Data Collective
Mozilla stellt dem Mozilla Data Collective weitere fünf Millionen USD zur Verfügung. Die Datenplattform will damit ihr Angebot an Datensätzen für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz ausbauen.
Datensätze für mehr als 450 Sprachen
Über das Mozilla Data Collective können Organisationen und Einzelpersonen Datensätze zur Verfügung stellen, ohne die Kontrolle darüber abzugeben. Sie entscheiden selbst, wer die Daten unter welchen Bedingungen nutzen darf und ob sie dafür eine Vergütung verlangen. Auch die Datensätze von Mozilla Common Voice werden über die Plattform angeboten.
Seit dem Start ist das Angebot des Mozilla Data Collective auf über 1.700 Datensätze für mehr als 450 Sprachen gewachsen. Rund 350 Organisationen wurden als Anbieter zugelassen.
Nach Angaben von Mozilla nutzen bereits große KI-Labore, Tausende KI-Startups und wachsende Unternehmen sowie Dutzende Unternehmen mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde Dollar Datensätze der Plattform. Auch wirtschaftlich entwickle sich das Mozilla Data Collective schneller als erwartet: Der auf ein Jahr hochgerechnete Umsatz liege beim Neunfachen des für diese Wachstumsphase gesetzten Ziels.
Weitere Investition für neue Datensätze und Funktionen
Im Mai 2026 erklärte die Mozilla Foundation, bis zu zehn Millionen USD für die Entwicklung des Mozilla Data Collective zugesagt zu haben. Mit den nun angekündigten zusätzlichen fünf Millionen USD möchte Mozilla Data Collective unter anderem kulturelle Videodatensätze sowie größere Textsammlungen für europäische, afrikanische und südasiatische Sprachen erschließen. Geplant sind außerdem neue Lizenzmodelle und günstigere Abonnements für Startups sowie Funktionen, mit denen Organisationen größere Datenbestände kontrollierter bereitstellen können.
Dabei sieht Mozilla auch in der Regulierung einen wichtigen Faktor: Vorschriften wie der AI Act der Europäischen Union lenken mehr Aufmerksamkeit auf die Herkunft von KI-Trainingsdaten sowie auf Lizenzen und die Zustimmung derjenigen, die Daten bereitstellen. Auf diese Punkte legt Mozilla Data Collective bei der Prüfung und Bereitstellung seiner Datensätze bereits Wert.
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