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Firefox: Enterprise Policy Generator 6.1 veröffentlicht

07. September 2024 um 20:14

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.1 ist nun ein Update erschienen.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.1

Technische Verbesserungen der Erweiterung

Der Enterprise Policy Generator verfolgt einen selbst generierenden Ansatz, bei dem sich der Aufbau der Oberfläche, das Generieren der Datei policies.json, das Speichern und Laden sowie das Exportieren und Importieren von Konfigurationen vollständig automatisiert aus einer einzelnen internen Konfigurationsdatei ableitet. Zur Unterstützung neuer Unternehmensrichtlinien, welche sich bisher nicht abbilden ließen, wurde die Unterstützung für mehrere zusätzliche Richtlinien-Typen ergänzt.

Für URL-Felder wurde die Option hinzugefügt, eine sichere Verbindung (https://) zu erfordern, außerdem können Infolinks jetzt an weiteren Stellen ergänzt werden. Für Felder mit mehreren möglichen Werten, die per Plus-Symbol hinzugefügt werden können, ist es nun möglich, auch den letzten Wert wieder zu entfernen.

Neue und erweiterte Unternehmensrichtlinien

Neu ist die Unterstützung für die ManagedBookmarks-Richtlinie, um Lesezeichen zu konfigurieren, welche im Gegensatz zur bereits bestehenden Bookmarks-Richtlinie vom Benutzer weder verändert noch gelöscht werden können. Die Unterstützung für Lesezeichen-Ordner folgt mit einem zukünftigen Update.

Ebenfalls neu ist die Unterstützung für die AllowedDomainsForApps-Richtlinie, um Domains festzulegen, welche auf Google Workspace zugreifen dürfen, sowie für die AutoLaunchProtocolsFromOrigins-Richtlinie, um eine Liste externer Protokolle festzulegen, die von aufgelisteten Quellen aus verwendet werden können, ohne dass der Benutzer dazu aufgefordert wird.

Die OverrideFirstRunPage-Richtlinie wurde aktualisiert, um mehrere URLs zu erlauben. Bestehende Konfigurationen wurden automatisch auf die neue Version migriert.

Die Beschreibung der install_sources-Eigenschaft der ExtensionSettings-Richtlinie wurde überarbeitet und ein Infolink ergänzt, um klar zu machen, dass sogenannte Match Patterns in URLs erlaubt sind.

Optionen, welche noch den alten Weg nutzten, Einstellungen für about:config zu verändern, verwenden jetzt die neue Syntax der Preferences-Richtlinie, sodass hier keine Mischung aus alter und neuer Richtlinie mehr stattfindet.

Fehlerbehebungen

Ein großer Schwerpunkt lag auf der Behebung von Problemen in Zusammenhang mit der Handlers-Richtlinie, insbesondere dann, wenn diese in einer Konfiguration gespeichert und dann wieder aus der Konfiguration heraus geladen worden ist.

Außerdem war es bei der Preferences-Richtlinie trotz Validierung möglich, Optionen mit nicht erlaubtem Optionsnamen in einer Konfiguration zu speichern. Wurde eine solche Konfiguration dann geladen, wurde der ungültige Optionsname nicht beanstandet, obwohl Firefox die entsprechende Option nicht unterstützt.

Ausblick

Damit ist die Unterstützung aller Unternehmensrichtlinien bis einschließlich Firefox 78 komplett. Einzige Ausnahme ist die Ordner-Unterstützung für die MangedBookmarks-Richtlinie, welche nachgereicht werden wird. Schon bald wird der Enterprise Policy Generator 6.2.0 erscheinen, welcher die Unterstützung für alle neuen Richtlinien ergänzen wird, welche während der Lebenszeit von Firefox 91 dazugekommen sind. Danach folgen Enterprise Policy Generator 6.3.0 (Firefox 102) und Enterprise Policy Generator 6.4.0 (Firefox 115), ehe schließlich der Enterprise Policy Generator 7.0.0 Firefox 128 oder höher voraussetzen wird.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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Ubuntu 24.04 – Upgrade vorerst gestoppt

Von: MK
06. September 2024 um 17:43

Canonical hat den Upgrade-Prozess von Ubuntu 22.04 LTS auf die neueste Version 24.04 LTS vorübergehend gestoppt. Ursprünglich wurde das Upgrade nach der Veröffentlichung von Ubuntu 24.04.1 am 29. August freigegeben, doch aufgrund von Nutzerproblemen wurde diese Entscheidung rückgängig gemacht. Aktualisiert: Das Problem ist mittlerweile behoben. Mehr dazu hier. Anwender meldeten zahlreiche Fehler, die von Installationsabbrüchen […]

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6 Dinge, die Du bei einem Linux-System niemals tun solltest

Von: MK
06. September 2024 um 16:30

Ein Linux-System bietet Flexibilität und Kontrolle, aber mit dieser Freiheit kommen auch Verantwortung und die Notwendigkeit, bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Denn Ihr wisst ja von Onkel Ben: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. Wenn du möchtest, dass dein Linux-Erlebnis reibungslos, sicher und effizient verläuft, gibt es einige Dinge, die du auf keinen Fall tun solltest. […]

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Mozilla veröffentlicht Firefox Klar 130 für Apple iOS

06. September 2024 um 14:53

Firefox Klar ist ein spezialisierter Privatsphäre-Browser von Mozilla. Mit Firefox Klar 130 für Apple iOS steht nun ein Update bereit.

Download Mozilla Firefox Klar für Apple iOS

Die Neuerungen von Firefox Klar 130 für Apple iOS

Mozilla hat Firefox Klar 130 (internationaler Name: Firefox Focus 130) für Apple iOS veröffentlicht. Bei Firefox Klar 130 für Apple iOS handelt es sich um ein Wartungs-Update, welches ausschließlich Verbesserungen unter der Haube bringt. Außerdem behebt das Update eine Sicherheitslücke.

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Mozilla veröffentlicht Firefox 130 für Apple iOS

05. September 2024 um 18:55

Mozilla hat Firefox 130 für Apple iOS veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen von Firefox 130.

Die Neuerungen von Firefox 130 für iOS

Mozilla hat Firefox 130 für das iPhone, iPad sowie iPod touch veröffentlicht. Die neue Version steht im Apple App Store zum Download bereit. Die neue Version bringt Detail-Verbesserungen, Fehlerbehebungen sowie Verbesserungen unter der Haube.

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Ubuntu-Server-Upgrade von 22.04 auf 24.04

05. September 2024 um 09:27

Generell lautet ja meine Empfehlung, bei produktiven Servern niemals ein Distributions-Upgrade durchzuführen, als z.B. ohne Neuinstallation von Ubuntu 22.04 auf 24.04 umzustellen. Manchmal halte ich mich aber selbst nicht an diese Regel. Testobjekt war ein Server mit Apache, MySQL, PHP, Mail (Postfix, Dovecot, OpenDKIM) und Docker.

Natürlich gab es Schwierigkeiten …

Fairerweise muss ich zugeben, dass do-release-upgrade noch gar kein Server-Update auf Version 24.04 vorsieht. Das ist ein wenig überraschend, als Ubuntu 24.04.1 ja bereits freigegeben wurde. Normalerweise ist das der Zeitpunkt, ab dem do-release-upgrade funktionieren sollte. Ich habe das Upgrade mit do-release-upgrade -d erzwungen. Selbst schuld also.

Update: Canonical rät aktuell wegen APT-Problemen explizit davon ab, Upgrades von 22.04 auf 24.04 durchzuführen (siehe https://lists.ubuntu.com/archives/ubuntu-release/2024-September/006225.html).

Distributions-Upgrade

Zuerst habe ich ein letztes Mal alle 22.04-Updates installiert (also apt update und apt full-upgrade) und den Server dann neu gestartet.

Danach habe ich ein Backup des in einer virtuellen Maschine laufenden Servers durchgeführt. Zur Not hätte ich aus der gesicherten Image-Datei problemlos den bisherigen Zustand des Servers wiederherstellen können. Das war aber zum Glück nicht notwendig.

Das Distributions-Upgrade habe ich dann mit do-release-upgrade -d eingeleitet, wobei -d für --devel-release steht und das Update erzwingt. Es dauerte ca. 1/4 Stunde und lief an sich überraschend flüssig durch. Ein paar Mal musste ich bestätigen, dass meine eigenen Konfigurationsdateien erhalten bleiben und nicht durch neue Konfigurationsdateien überschrieben werden sollten.

Der nachfolgende Reboot verursachte keine Probleme, ich konnte mich nach kurzer Zeit wieder mit SSH einloggen. So weit so gut!

Kein DNS

Die statische Netzwerkkonfiguration meines Servers erfolgt durch /etc/netplan/01.yaml. Dort sind sechs Nameserver eingetragen, je drei für IPv4 und IPv6. Überraschenderweise funktioniert im aktualisierten 24.04-Server keine Namensauflösung mehr — ein wirklich grundlegendes Problem! ping google.com führt also zum Fehler, dass die IP-Adresse von google.com unbekannt sei.

Ein kurzer Blick auf resolv.conf zeigt, dass es sich dabei um einen Link auf eine gar nicht existierende Datei handelt.

ls -l /etc/resolv.conf

  /etc/resolv.conf -> ../run/systemd/resolve/stub-resolv.conf (existiert nicht)

dpkg -l | grep resolve verrät, dass systemd-resolved nicht installiert ist. Sehr merkwürdig!

Abhilfe schafft die Installation dieses Pakets. Die Installation ist aber ohne DNS gar nicht so einfach! Ich musste zuerst /etc/resolv.conf löschen und dann einen Eintrag auf den Google-DNS dort speichern:

rm /etc/resolv.conf
echo "nameserver 8.8.8.8" > /etc/resolv.conf
apt install systemd-resolved 
reboot

Nach einem Reboot läuft DNS. resolvectl listet jetzt meine in /etc/netplan/01.yaml aufgeführten Nameserver auf.

PHP-Probleme

Nächstes Problem: Apache startet nicht. systemctl status apache2 verweist auf einen Fehler in einer Konfigurationsdatei von PHP 8.1. Aber Ubuntu 24.04 verwendet doch PHP 8.3. Was ist da passiert?

Ein Blick in /etc/apache2/mods-enabled zeigt, dass dort noch PHP 8.1 aktiviert ist. Abhilfe:

a2dismod php8.1
a2enmod php8.3
systemctl restart apache2

Apache und PHP laufen jetzt, aber ein Blick auf die Nextcloud-Statusseite zeigt, dass /etc/php/8.3/apache2/php.ini sehr konservative Einstellungen enthält. Nach memory_limit=1024M und ein paar weiteren Änderungen ist auch Nextcloud zufrieden.

OpenDKIM

Auf meinem 22.04-Server hatte ich DKIM aktiv (siehe auch https://kofler.info/dkim-konfiguration-fuer-postfix/). Nach dem Upgrade funktioniert die Signierung der Mails aber nicht mehr. Der Grund war einmal mehr trivial: Beim Upgrade sind die entsprechenden Pakete verloren gegangen. Abhilfe:

apt install opendkim opendkim-tools

Fazit

Keines der Probleme war unüberwindbar. Überraschend war aber die triviale Natur der Fehler. Beim Upgrade verloren gegangene oder nicht installierte Pakete, keine Synchronisierung zwischen den installierten Paketen und den aktivien Apache-Modulen etc. Ich bleibe bei meinem Ratschlag: Wenn Ihnen Stabilität wichtig ist, vermeiden Sie Distributions-Upgrades. Ja, die Neuinstallation eines Servers verursacht mehr Arbeit, aber dafür können Sie den neuen Server in Ruhe ausprobieren und den Wechsel erst dann durchführen, wenn wirklich alles funktioniert. Bei einem Upgrade riskieren Sie Offline-Zeiten, deren Ausmaß im vorhinein schwer abzuschätzen ist.

Links/Quellen

Thunderbird 128.2 veröffentlicht

04. September 2024 um 19:20

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 128.2 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 128.2

Mit dem Update auf Thunderbird 128.2 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Das Update bringt diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

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Mozilla veröffentlicht Firefox 130

03. September 2024 um 21:04

Mozilla hat Firefox 130 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Verbesserungen der Übersetzungsfunktion

Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Dabei können wahlweise komplette Websites oder nur markierter Text übersetzt werden. Die Übersetzung von markiertem Text steht ab sofort auch unmittelbar nach einer vollständigen Website-Übersetzung zur Verfügung.

Firefox 130

Neben title und placebolder werden jetzt noch eine ganze Reihe weiterer HTML-Attribute übersetzt. Außerdem wurde die Übersetzungsqualität beim Vorkommen sogenannter bedingter Trennstriche verbessert.

Leichterer Vorab-Zugang zu kommenden Features

Im neuen Abschnitt „Firefox Labs“ der Firefox-Einstellungen lassen sich verschiedene Browser-Funktionen und Plattform-Features vorab aktivieren, an denen Mozilla arbeitet und deren standardmäßige Aktivierung für einen späteren Zeitpunkt geplant ist. Auf diese Weise kann Mozilla zusätzliches Feedback einholen, bevor neue Funktionen fertig sind und flächendeckend ausgerollt werden. Zwar gibt es mit about:config bereits einen Mechanismus zur Vorab-Aktivierung neuer Features, allerdings müssen die entsprechenden Optionsnamen dafür bekannt sein. Die Seite „Firefox Labs“ macht bestimmte Funktionen besser sichtbar und gibt dem Nutzer zusätzlich eine Beschreibung, teilweise auch mit erklärenden Links.

Firefox 130

KI-Chatbots

Eines der experimentellen neuen Features ist eine Chatbot-Integration. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, HuggingChat, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden.

Über das Kontextmenü oder, falls über eine weitere Option aktiviert, eine Schaltfläche nach dem Markieren von Text können auch direkt Funktionen zur Zusammenfassung des markierten Inhalts, zur Vereinfachung der Sprache sowie zu einem Abfragen des Inhalts ausgewählt werden.

Firefox 130

Automatischer Bild-im-Bild-Modus bei Tabwechsel

Der sogenannte Bild-im-Bild-Modus erlaubt es, Videos von der Website loszulösen und über andere Tabs und sogar Anwendungen zu legen. Innerhalb des losgelösten Video-Fensters kann die Wiedergabe pausiert und wieder gestartet werden, man sieht den Wiedergabe-Fortschritt und kann an eine andere Stelle des Videos springen, ein Wechsel in den Vollbildmodus ist möglich, der Ton kann aus- und wieder eingeschaltet werden, die Lautstärke kann geändert werden und auch Untertitel werden auf vielen Plattformen unterstützt.

Über die „Firefox Labs“ kann eine neue Funktion aktiviert werden. Wird ein Video auf einer Website wiedergegeben, startet Firefox damit automatisch den Bild-im-Bild-Modus, wenn der Tab gewechselt wird. Sobald man wieder in den ursprünglichen Tab zurückkehrt, wird der Bild-im-Bild-Modus ebenso automatisch wieder beendet.

Automatischer Bild-im-Bild-Modus für Videos, Firefox 130

Lokale KI generiert Alternativtexte für Bilder in PDF-Dateien

PDF-Dateien betrachten ist in jedem Browser möglich. Firefox gehört zu den wenigen Browsern mit einem PDF-Editor. So kann auf PDF-Dateien gezeichnet werden, es können aber auch Texte und Bilder eingefügt werden.

Dabei besitzt Firefox bereits die Möglichkeit, einen Alternativtext für eingefügte Bilder zu hinterlegen. Dies ist aus Gründen der Barrierefreiheit wichtig, damit die Bildinformation auch für Menschen mit eingeschränkten Sehfähigkeiten bis hin zur Blindheit zugänglich bleibt.

Eine lokale KI kann den Anwender ab Firefox 130 dabei unterstützen. Damit schlägt Firefox basierend auf dem Bildinhalt automatisch einen Beschreibungstext für das hinterlegte Bild vor. Lokale KI bedeutet, dass sich Firefox das entsprechende KI-Modell bei der ersten Verwendung des Features herunterlädt und die Arbeit dann auf dem Gerät des Anwenders geschieht. Die eingefügten Bilder werden also zu keinem Zeitpunkt an Mozilla oder eine Drittanbieter-Cloud gesendet.

Firefox 130

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Zur manuellen Aktivierung müssen drei Schalter per about:config auf true gesetzt werden: browser.ml.enable, pdfjs.enableAltText und pdfjs.enableUpdatedAddImage. Die Vorschläge werden derzeit noch in englischer Sprache generiert.

Wetter und Hintergründe für Firefox-Startseite

Die Firefox-Startseite lässt sich jetzt auf Wunsch mit einem Hintergrundbild oder einer Hintergrundfarbe nutzen.

Für Nutzer in den USA und Kanada wird auf der Firefox-Startseite standardmäßig das Wetter angezeigt. Aber auch alle anderen können dieses Feature via about:config aktivieren, indem der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.system.showWeather per Doppelklick auf true gesetzt wird.

Firefox 130

Personalisierung der Pocket-Empfehlungen auf Firefox-Startseite

Ein weiteres neues Feature für die Firefox-Startseite ist die optionale Personalisierung der Pocket-Empfehlungen. Dabei stehen die folgenden Kategorien zur Auswahl: Geschäftliches, Unterhaltung, Essen, Gesundheit, Finanzen, Politik, Sport, Technik, Reisen, Wissenschaft sowie Life-Hacks.

Firefox 130

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Nutzer in den USA, Kanada und Großbritannien erhalten dieses Feature zuerst. Aber auch alle anderen können dieses Feature via about:config aktivieren, indem der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.discoverystream.topicSelection.enabled per Doppelklick auf true gesetzt wird.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 130

Der sogenannte Overscroll-Effekt, der in Firefox auf Windows und macOS bereits seit langer Zeit aktiviert ist, ist nun auch auf Linux standardmäßig aktiviert. Dieser Effekt beschreibt das Verhalten, welches zu beobachten ist, wenn man über den Seitenanfang respektive das Seitenende hinaus scrollt.

Das bereits lange bestehende Problem, dass der Eintrag „Kopieren“ im Kontextmenü unter bestimmten Umständen manchmal ausgegraut war, wurde behoben.

Erweiterungen lösen nicht länger auf Websites den Berechtigungs-Indikator (blauer Punkt) in der Schaltfläche für das Erweiterungs-Menü aus, wenn die entsprechende Host-Berechtigung als optional deklariert ist.

Die Schaltfläche für die Aktivierung des Bild-im-Bild-Modus wurde für Hulu anders positioniert, um nicht hinter anderen Elementen des Videoplayers verdeckt zu sein.

Die Wiedergabe von AV1-Videos auf Windows-Systemen mit ARM-CPU wurde aktiviert.

Die Funktion zur Aufnahme eines Bildschirmfotos kann jetzt auch Elemente auswählen, welche sich innerhalb des sogenannten Shadow DOMs einer Website befinden.

Die Texte der Einstellungen für den Nur-HTTPS-Modus wurden vereinfacht und stellen nun klar, dass Firefox auch bei abgeschaltetem Nur-HTTPS-Modus zunächst eine Verbindung via HTTPS versucht.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 130 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 130 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge

Im Responsive Design Modus werden nicht länger automatisch der User-Agent und die Touch-Simulation zurückgesetzt, wenn man die Fenstergröße ändert.

Bei geöffneten Entwicklerwerkzeugen zeigt Firefox während des Veränderns der Fenstergröße die aktuelle Fenstergröße in der oberen rechten Ecke an.

Per Doppelklick auf ein Element im Inspektor lassen sich dort jetzt auch zusätzliche Attribute ergänzen.

Verbesserungen der Webplattform

Das name-Attribut des <details>-Elements erlaubt die Gruppierung von Elementen, bei denen nur ein Element einer Gruppe gleichzeitig offen sein kann. Ein Anwendungsfall hierfür sind Akkordeons, ohne dass dafür JavaScript benötigt wird.

Die hyphens-Eigenschaft in CSS funktioniert nun auch für Tschechisch und Slowakisch korrekt.

Firefox 130 unterstützt außerdem die WebCodecs API.

Dies war nur eine kleine Auswahl der Verbesserungen der Webplattform. Eine vollständige Auflistung lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

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Demonstration von Ansible Lint am Beispiel einer Ansible Collection

02. September 2024 um 05:00

In diesem Beitrag erkläre ich kurz, was Ansible Lint ist und demonstriere dessen Anwendung am Beispiel meiner Ansible Collection tronde/nextcloud.

Er richtet sich primär an Personen, die mit Ansible Lint noch nicht vertraut sind. Linting-Profis werden vermutlich keine neuen Erkenntnisse gewinnen.

Was ist Ansible Lint und wofür ist es gut?

Lint (englisch für „Fussel“) ist eine Software zur statischen Code-Analyse. Davon abgeleitet hat sich das Verb linten (englisch to lint) für das Durchführen der statischen Code-Analyse etabliert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lint_(Programmierwerkzeug)

Dem obigen Zitat und der Projektdokumentation folgend, ist Ansible Lint dementsprechend ein Werkzeug zur statischen Code-Analyse von Ansible Playbooks, Roles und Collections. Mit der Anwendung dieses Werkzeugs auf die eigenen Ansible-Inhalte kann sichergestellt werden, dass diese gängigen Konventionen und Standards entsprechen.

Wie wird Ansible Lint installiert?

Die Dokumentation beschreibt verschiedene Installationsverfahren. Ich habe ansible-lint als Bestandteil der Ansible Development Tools (ADT) installiert. Dies ist ein Werkzeugkasten mit weiteren Programmen wie z.B. `ansible-core` und Ansible Molecule, welche ich für die Entwicklung meiner Ansible Collection nutze.

Auf meiner Fedora Workstation habe ich die ADT wie folgt installiert:

~]$ mkdir venv
~]$ cd venv
venv]$ ]$ python -m venv adt
venv]$ source adt/bin/activate
(adt) venv]$ pip install pip --upgrade
Requirement already satisfied: pip in ./adt/lib64/python3.12/site-packages (23.3.2)
Collecting pip
  Using cached pip-24.2-py3-none-any.whl.metadata (3.6 kB)
Using cached pip-24.2-py3-none-any.whl (1.8 MB)
Installing collected packages: pip
  Attempting uninstall: pip
    Found existing installation: pip 23.3.2
    Uninstalling pip-23.3.2:
      Successfully uninstalled pip-23.3.2
Successfully installed pip-24.2
(adt) venv]$  pip install ansible-dev-tools
Collecting ansible-dev-tools
  Using cached ansible_dev_tools-24.7.2-py3-none-any.whl.metadata (11 kB)
… Ausgabe gekürzt
(adt) venv]$ adt --version
ansible-builder                          3.1.0
ansible-core                             2.17.3
ansible-creator                          24.7.1
ansible-dev-environment                  24.7.0
ansible-dev-tools                        24.7.2
ansible-lint                             24.7.0
ansible-navigator                        24.8.0
ansible-sign                             0.1.1
molecule                                 24.8.0
pytest-ansible                           24.8.0
tox-ansible                              24.8.0

Ansible Lint liefert eine ganze Reihe von Profilen mit, welche Autoren unterstützen, die Code-Qualität schrittweise zu verbessern. Der Befehl ansible-lint --list-profiles gibt die verfügbaren Profile mit einer Beschreibung aus.

Ich werde im Folgenden mit dem Profil shared arbeiten, welches für Autoren gedacht ist, die ihre Collection auf https://galaxy.ansible.com veröffentlichen möchten.

Eine Collection linten

Bevor es zur Sache geht, wechsel ich in das Projektverzeichnis meiner Ansible Collection und erstelle einen neuen Branch, mit dem Befehl git checkout -b lint. Die in meinem Repo vorhandene Datei .ansible-lint-ignore lösche ich, da ich im folgenden alle Fehler und Regelverstöße sehen möchte. Zu Beginn stellt sich mein Arbeitsverzeichnis wie folgt dar:

(adt) nextcloud]$ git status
On branch lint
Changes not staged for commit:
  (use "git add/rm <file>..." to update what will be committed)
  (use "git restore <file>..." to discard changes in working directory)
	deleted:    .ansible-lint-ignore

no changes added to commit (use "git add" and/or "git commit -a")

Das Programm ansible-lint besitzt mit der Option --fix die Fähigkeit, Fehler automatisch zu korrigieren und auch YAML-Dateien neu zu formatieren. Der folgende Code-Block umfasst die gekürzte Ausgabe, wenn das Kommando ansible-lint --profile=shared --fix im Arbeitsverzeichnis ausgeführt wird.

(adt) nextcloud]$ ansible-lint --profile=shared --fix
WARNING  Listing 37 violation(s) that are fatal
galaxy[no-changelog]: No changelog found. Please add a changelog file. Refer to the galaxy.md file for more info.
galaxy.yml:1

var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (NC_HTML) (vars: NC_HTML)
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml:4

…

risky-file-permissions: File permissions unset or incorrect.
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:18 Task/Handler: Copy backup files to container host

no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:40 Task/Handler: Import tarball contents into an existing podman volume

no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:54 Task/Handler: Export podman volumes to tarballs

var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (MYSQL_DATABASE) (vars: MYSQL_DATABASE)
roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/defaults/main.yml:13

…

Read documentation for instructions on how to ignore specific rule violations.

Modified 6 files.
                     Rule Violation Summary                      
 count tag                    profile rule associated tags       
    33 var-naming[pattern]    basic   idiom                      
     1 risky-file-permissions safety  unpredictability           
     1 galaxy[no-changelog]   shared  metadata                   
     2 no-changed-when        shared  command-shell, idempotency 

Failed: 37 failure(s), 0 warning(s) on 25 files. Profile 'shared' was required, but 'min' profile passed.

Obige Ausgabe:

  • Benennt Funde mit Pfadangabe und Zeilennummer
  • Führt 37 Fehler auf, inkl. der Regeln, die nicht eingehalten werden; Beispiele
    • galaxy[no-changelog]: No changelog found. Please add a changelog file. Refer to the galaxy.md file for more info.
    • risky-file-permissions: File permissions unset or incorrect.
    • no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.
    • var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex.
  • Informiert, dass ansible-lint Änderungen an 6 Dateien vorgenommen hat

Mit git diff verschaffe ich mir einen Überblick, welche Änderungen ansible-lint vorgenommen hat. Dies sind in meinem Fall:

  • Quoting von Strings
  • Einrückung von Kommentaren

Als Nächstes sehe ich mir die übrigen Fehler der Reihe nach an. Die Dokumentation beinhaltet eine Übersicht mit Beschreibungen der einzelnen Regeln. Dies ist nützlich, wenn der kurze Text in der Ausgabe von ansible-lint nicht ausreichend ist.

galaxy[no-changelog]: No changelog found. Please add a changelog file.

Unter Galaxy: Changelog Details finden sich Hinweise, wie dieser Fehler zu beheben ist. Ich erstelle die leere Datei CHANGELOG.md im Wurzelverzeichnis meiner Collection und der Fehler ist abgestellt.

Natürlich werde ich diese Datei zukünftig nutzen, um die wichtigsten Änderungen zu dokumentieren. ;-)

risky-file-permissions: File permissions unset or incorrect.

Auch hier habe ich kurz in der Dokumentation unter risky-file-permissions nachgesehen. Den Fehler habe ich abgestellt, indem ich den Parameter mode: 0600 zum Task hinzugefügt habe.

Dies war ein Flüchtigkeitsfehler, wie er häufig passieren kann, wenn man seinen Code nicht konsequent überprüft. Ohne den Dateimode explizit zu setzen, kann dies zu unvorhersehbaren bzw. überraschenden Verhalten führen.

no-changed-when: Commands should not change things if nothing needs doing.

An zwei Stellen bin ich leider nicht herumgekommen, das ansible.builtin.command Modul zu verwenden, da kein natives Modul für diese Aufgabe existiert. Betrachtet man sich die beiden Tasks fällt auf, dass diese jedes Mal Daten verarbeiten werden. Sie sind nicht idempotent. Im Ergebnis können sie erfolgreich sein oder fehlschlagen, aber sie werden immer Daten verarbeiten und dadurch ändern.

 41     - name: Import tarball contents into an existing podman volume
 42       ansible.builtin.command:
 43         cmd: |
 44           podman volume import
 45           {{ item }} {{ backup_restore_nextcloud_import_path }}/{{ item }}.tar
 46       loop:
 47         - "{{ NC_HTML }}"
 48         - "{{ NC_APPS }}"
 49         - "{{ NC_CONFIG }}"
 50         - "{{ NC_DATA }}"
 51         - "{{ MYSQL_DATA }}"
 52            
 53 # I need to use the command module as the volume module lacks the functionality
 54 # to export podman volumes.
 55 - name: Export podman volumes to tarballs
 56   ansible.builtin.command:
 57     cmd: podman volume export {{ item }} --output {{ backup_restore_nextcloud_export_path }}/{{ item }}.tar
 58   loop:    
 59     - "{{ NC_HTML }}"
 60     - "{{ NC_APPS }}"
 61     - "{{ NC_CONFIG }}"
 62     - "{{ NC_DATA }}"
 63     - "{{ MYSQL_DATA }}"
 64   tags:    
 65     - never
 66     - backup

Um herauszufinden, wie ich ansible-lint zufriedenstellen kann, schaue ich wieder in der Doku unter no-changed-when nach. Nach der dortigen Beschreibung ist mein Fehler, dass ich den Rückgabewert des Kommandos nicht behandel. Daher registriere ich nun eine Variable je Task, die die Task-Ausgabe aufnimmt und prüfe den Rückgabewert. Ist der Rückgabewert gleich 0 wird der Task-Status auf changed gesetzt, ist der Rückgabewert ungleich 0 wird der Status entsprechend auf failed gesetzt. Das ganze sieht nun wie folgt aus:

 41     - name: Import tarball contents into an existing podman volume
 42       ansible.builtin.command:
 43         cmd: |
 44           podman volume import
 45           {{ item }} {{ backup_restore_nextcloud_import_path }}/{{ item }}.tar
 46       register: __import_tar_output
 47       changed_when: __import_tar_output.rc == 0
 48       failed_when: __import_tar_output.rc != 0
 49       loop:
 50         - "{{ NC_HTML }}"
 51         - "{{ NC_APPS }}"
 52         - "{{ NC_CONFIG }}"
 53         - "{{ NC_DATA }}"
 54         - "{{ MYSQL_DATA }}"
 55  
 56 # I need to use the command module as the volume module lacks the functionality
 57 # to export podman volumes.
 58 - name: Export podman volumes to tarballs
 59   ansible.builtin.command:
 60     cmd: podman volume export {{ item }} --output {{ backup_restore_nextcloud_export_path }}/{{ item }}.tar
 61   register: __import_tar_output
 62   changed_when: __import_tar_output.rc == 0
 63   failed_when: __import_tar_output.rc != 0
 64   loop:
 65     - "{{ NC_HTML }}"
 66     - "{{ NC_APPS }}"
 67     - "{{ NC_CONFIG }}"
 68     - "{{ NC_DATA }}"
 69     - "{{ MYSQL_DATA }}"
 70   tags:
 71     - never
 72     - backup

Collection-intern verwendete Variablen leite ich mit zwei Unterstrichen (‚_‘) ein, um mir zu verdeutlichen, dass diese nicht durch den Nutzer gesetzt werden und daher auch nicht im README.md oder defaults/main.yml dokumentiert sind.

var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex.

Hier brauche ich nicht weiter nachzuschlagen. Ich verstoße gegen diese Regel, da ich meine Variablen-Namen großgeschrieben habe. Die Ausgabe von ansible-lint zeigt dies deutlich:

var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (NC_HTML) (vars: NC_HTML)
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml:4

Diese Meldungen lassen sich mit folgendem Bash-Einzeiler abstellen:

$ for text in $(cut -d':' -f 1 roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/defaults/main.yml | grep -v '^$\|^#\|---'); do find roles -type f -iname "*.yml" | xargs sed -i -e "s/$text/\L&/g"; done

Aus verschiedenen Gründen hebe ich mir die Überarbeitung für später auf und nutze die Meldung, um zu demonstrieren, wie man ansible-lint dazu bringt, bestimmte Fehler zu ignorieren.

Um Regeln für ausgewählte Dateien zu ignorieren, spezifiziert man den jeweiligen Dateinamen und den Namen der Regel in der Datei .ansible-lint-ignore, welche im Wurzelverzeichnis der Collection erstellt wird:

nextcloud]$ cat .ansible-lint-ignore 
roles/deploy_nextcloud_with_mariadb_pod/defaults/main.yml var-naming[pattern]
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml var-naming[pattern]

Zweiter Durchgang mit ansible-lint

Damit habe ich alle Probleme, die im ersten Durchlauf von ansible-lint gefunden wurden, adressiert. Ein zweiter Durchlauf zeigt das Ergebnis meiner Arbeit:

(adt) nextcloud]$ ansible-lint --profile=shared
WARNING  Listing 33 violation(s) marked as ignored, likely already known
var-naming[pattern]: Variables names should match ^[a-z_][a-z0-9_]*$ regex. (NC_HTML) (vars: NC_HTML) (warning) # ignored
roles/backup_restore_nextcloud/defaults/main.yml:4

…Ausgabe gekürzt

WARNING  Listing 1 violation(s) that are fatal
yaml[octal-values]: Forbidden implicit octal value "0600"
roles/backup_restore_nextcloud/tasks/main.yml:22

Read documentation for instructions on how to ignore specific rule violations.

                Rule Violation Summary                 
 count tag                profile rule associated tags 
     1 yaml[octal-values] basic   formatting, yaml     

Failed: 1 failure(s), 33 warning(s) on 27 files. Profile 'shared' was required, but 'min' profile passed.

Die ignorierten Regelverstöße werden als Warnung weiterhin ausgegeben, nehmen jedoch keinen Einfluss auf die abschließende Bewertung. Dafür habe ich einen neuen Fehler (yaml[octal-values]) eingebaut. Nach dem aktuellen Regelwerk erfordern oktale Werte ein explizites Quoting, um als Strings verarbeitet zu werden.

Nachdem ich das Problem mit mode: '0600' behoben habe, endet ein weiterer Lauf von ansible-lint schlussendlich mit:

Passed: 0 failure(s), 33 warning(s) on 27 files. Profile 'shared' was required, but 'production' profile passed.

Damit erfüllt meine Collection aktuell sogar die Anforderungen des nächst höheren Profils production; allerdings nur, weil ich einige Regeln bewusst ignoriere. Daher ist aktuell noch nicht sichergestellt, dass meine Collection tatsächlich bei einem Import auf Ansible Galaxy akzeptiert wird.

Zusammenfassung

  • Ansible Lint ist ein Werkzeug zur statischen Analyse von Ansible Playbooks, Roles und Collections
  • Das Werkzeug unterstützt Autoren dabei, gängige Konventionen und Standards einzuhalten und die Qualität des eigenen Codes auf einem Mindest-Niveau zu halten
  • Ansible Lint bietet mehrere Profile für verschiedene Anwendungsfälle
  • Regeln können bei Bedarf ignoriert werden, was zwar das Ergebnis des Linting beeinflusst, die Qualität jedoch nicht steigert
  • Linting sollte fester Bestandteil des eigenen Entwicklungsworkflows sein und stets nach Änderungen durchgeführt werden

Ich persönlich führe ansible-lint gern in einem eigenständigen Schritt aus. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dies in den verwendeten Editor, die genutzte IDE oder Molecule zu integrieren und bei Änderungen automatisch laufen zu lassen.

Ich freue mich, wenn euch dieser Artikel gefallen hat.

Quellen und weiterführende Links

Debian 12.7 „Bookworm“ veröffentlicht

Von: MK
01. September 2024 um 05:47

Das Debian-Projekt hat die Veröffentlichung von Debian 12.7 “Bookworm” bekannt gegeben. Das aktualisierte ISO Installationsmedium für das aktuelle Debian GNU/Linux 12 „Bookworm“ Betriebssystem steht zum Download zur Verfügbung. Debian 12.7 wurde nur zwei Monate nach Debian 12.6 veröffentlicht und stellt seltsamerweise das sechste Point-Release von Debian Bookworm dar. Dabei handelt es sich um das sechste, […]

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Elasticsearch nimmt AGPL als Lizenz auf

31. August 2024 um 12:09

Interessanter Gegentrend: Während ich vor ziemlich genau einem Jahr über das zu der Zeit aktuellste Beispiel HashiCorp schrieb, wo eine Umstellung auf BSL-artige Lizenzen erfolgte, scheint es wohl auch einige Kandidaten zu geben, die wieder auf OSI-genehmigte Lizenzen umstellen. So verkündete Elastic am vergangenen Donnerstag, das sie wieder mit ihrer Suchmaschinensoftware Elasticsearch "Open Source" werden möchten, indem sie die AGPL als Lizenzoption aufnehmen.

Hintergrund

Hier einmal der Hintergrund bis jetzt, so wie es auf mich als externen Beobachter wirkte: Open Source hat es im Zeitalter der Cloud recht schwer, wenn man damit Geld verdienen möchte (um z. B. die Entwicklung zu finanzieren!). Das verbreitete Standardmodell zur Monetarisierung war bisher, eine Software Open Source anzubieten und den Support oder das Hosting kostenpflichtig anzubieten. Aus Kundensicht bestellt man dann direkt bei dem Hersteller, der seine Software auch am besten verstehen sollte.

Cloud Provider haben dem Modell das Wasser abgegraben, da sie einfach die Open Source Software nehmen und auf ihrer Plattform deployen konnten – ohne einen Cent dem Projekt zahlen zu müssen. Teilweise wurde die Software erweitert, ohne, die Änderungen wieder veröffentlichen zu müssen (deswegen sind auch die MIT- und BSD-Lizenzen so beliebt). Aus Kundensicht kauft man zwar nicht mehr bei dem Hersteller ein, hat aber

  • einerseits alles zentralisiert auf einer Cloudplattform und
  • andererseits gar keinen Bedarf für Herstellersupport, weil die Software sowieso über das SaaS-Modell supported wird und nicht mehr on-premise läuft.

Die Antwort vieler Projekte war es nun, die Lizenz so zu ändern, dass dieses Verhalten nicht mehr möglich ist, z. B. durch die Beschränkung von Konkurrenz-Hostingprodukten. Das verstößt allerdings gegen das Diskriminierungsverbot der OSI, nach dem die Verwendung von Produkten nicht durch die Lizenz beschränkt werden sollte (siehe auch das Good-Evil-Thema bei der JSON-Lizenz).

In der Konsequenz spalteten sich wie mit Open Search Elasticsearch-Forks ab, die weiterhin die offenen Lizenzen nutzen und durch Cloud Provider wie AWS direkt gepflegt wurden und werden. Wie Elasticsearch betont, sollen diese Projekte aber gleichzeitig auch einen eigenen Weg mit eigener Spezialisierung entwickelt haben. Die Community war natürlich aber auch verärgert, da die Software Elasticsearch nun nicht mehr als Free Open Source Software (FOSS) galt.

Wieder Open Source

Elasticsearch plant nun die Wogen zu glätten, indem die AGPL als weitere Lizenz zur ELv2 und SSPL zusätzlich aufgenommen wird. Die Nutzer können also frei entscheiden, welche Lizenz sie nutzen wollen, da insbesondere im Geschäftskontext die AGPL juristisch gesehen als heikel eingeschätzt wird, wenn man das Produkt aus verschiedenen Komponenten zusammengebaut und nicht den gesamten Quelltext veröffentlichen möchte. FOSS-Nutzer und Distributionen haben allerdings wieder die Möglichkeit, die Software wiederaufzunehmen. So entspricht z. B. die AGPL den Debian Free Software Guidelines.

Ende gut, alles gut? Wenn es nach der Ankündigung von Elastic geht, ist das Team zufrieden mit der Entscheidung, wieder Open Source zu sein. Ob der Fork OpenSearch aufrecht erhalten wird oder schlussendlich in das Urprodukt einfließt, ist allerdings noch nicht gewiss und muss sich in der Zukunft zeigen. Vielleicht sind die Communities auch schon zu sehr divergiert, sodass es nun unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle gibt.

Linux Doku – die 90er Jahre

Von: MK
30. August 2024 um 16:30

Linux, das 1991 von Linus Torvalds ins Leben gerufen wurde, begann als ein bescheidenes Projekt eines finnischen Informatikstudenten, entwickelte sich jedoch schnell zu einem bedeutenden Akteur in der Welt der Betriebssysteme. In den ersten zehn Jahren seiner Existenz erlebte Linux eine rasante Entwicklung und wachsende Popularität, insbesondere unter Programmierern und IT-Enthusiasten. Die Open-Source-Natur des Projekts […]

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Ubuntu 24.04.1 LTS ist ab sofort verfügbar

Von: MK
30. August 2024 um 07:55

Nach einer zweiwöchigen Verzögerung hat Canonical am 29.8.24 die Veröffentlichung von Ubuntu 24.04.1 LTS bekannt gegeben. Dies ist das erste Point-Release der langfristig unterstützten Ubuntu 24.04 LTS (Noble Numbat) Serie. Das Point-Release 24.04.1 LTS umfasst eine Sammlung von Sicherheitsupdates und Softwareaktualisierungen, die seit April 2024 veröffentlicht wurden. Es ist besonders nützlich für diejenigen, die Ubuntu […]

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Freigabe von Ubuntu 24.04.1 erneut verzögert

Von: MK
30. August 2024 um 04:01

Da steckt wohl der Wurm drin. Bei der Veröffentlichung von Ubuntu 24.04.1 wie auch von Ubuntu 22.04.5 gibt es weitere Verzögerung. Die Veröffentlichung wurde bereits um 2 Wochen, auf 29.8.24 verschoben. Nun wurden nochmal zwei Wochen rangehangen. Auf discourse.ubuntu.com wird wie folgt angekündigt: Da wir die erste offizielle Noble 24.04.1 Punktveröffentlichung verschoben haben, fällt das […]

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LinkedIn wechselt zu Microsoft’s Azure Linux

Von: MK
29. August 2024 um 19:14

Wir leben in einer Zeit, in der der Begriff “Microsoft Linux” keine verwunderten Blicke mehr hervorruft. Der Technologieriese aus Redmond, der einst Linux als “Krebs” bezeichnete, nutzt es nun als Grundlage für seine milliardenschwere Azure Cloud-Plattform. Wie die meisten wissen, gehört LinkedIn, das weltweit führende soziale Netzwerk für Berufstätige, seit Dezember 2016 vollständig zu Microsoft. […]

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Wii und GameCube unter Linux: Dolphin Emulator als Flatpak

29. August 2024 um 13:31

Die Spieleklassiker der Wii und GameCube haben auch heute noch viele Fans. Mit dem Dolphin Emulator können diese Spiele nun unter Linux einfacher denn je gespielt werden, dank der neuen Flatpak-Version. Die Installation erfordert nur noch einen Klick. Welche Vorteile bietet Dolphin als Flatpak für Linux-Nutzer?

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Sicherheit über alles: Windows oder Linux?

10. März 2025 um 07:30

Bei der Wahl des Betriebssystems spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wobei Sicherheit ein entscheidendes Kriterium ist. Während viele Nutzer aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit auf Windows setzen, bietet Linux oft ein höheres Sicherheitsniveau. Ist Linux wirklich so viel sicherer als Windows, oder gibt es Schwachstellen, die leicht übersehen werden?

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