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Linux auf dem NES: Abgespeckte Version auf Konsole der 80er Jahre

04. März 2025 um 14:40

Linux hat sich als äußerst vielseitig erwiesen und läuft mittlerweile auf unterschiedlichster Hardware. Das Projekt NES86 zeigt eindrucksvoll, dass sogar das kultige Nintendo Entertainment System aus den 80er Jahren mit einer speziellen Linux-Version betrieben werden kann. Trotz begrenzter Ressourcen ist eine funktionierende Emulation gelungen. Aber wie wurde dieses technische Experiment umgesetzt?

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Offener Brief „Demokratie schützen, Gemeinwohl fördern: Online-Plattformen brauchen Kontrolle“

04. März 2025 um 08:30

Gemeinsam mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus mehr als 75 Organisationen spricht sich die Open Source Business Alliance in einem offenen Brief an die Verhandlungsführenden von CDU/CSU und SPD dafür aus, die Kontrolle von Online-Plattformen und eine gemeinwohlorientierte Digitalisierung auf die Agenda der Sondierungsgespräche zu setzen. Denn die bestehenden Abhängigkeiten von Tech-Unternehmen aus den USA und China ist ein Risiko für Europas digitale Souveränität, Wohlstand und Demokratie. Hier muss die nächste Bundesregierung tätig werden und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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KeePassXC 2.7.10 bringt neue Funktionen und Verbesserungen

Von: MK
04. März 2025 um 06:10

Der beliebte plattformübergreifende Passwort-Manager KeePassXC wurde in Version 2.7.10 veröffentlicht. Das Update bringt zahlreiche Neuerungen, darunter neue Importoptionen, erweiterte Benutzeroberflächenfunktionen und Verbesserungen in der Passwortverwaltung. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Möglichkeit, Passwörter aus Proton Pass zu importieren. Dabei werden jedoch nur unverschlüsselte JSON-Dateien unterstützt und Passkeys sind nicht kompatibel. Zudem gibt es nun Unterstützung […]

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Ubuntu Touch 20.04 OTA-8 veröffentlicht

Von: MK
03. März 2025 um 20:10

Die UBports Foundation hat die achte stabile Version von Ubuntu Touch veröffentlicht. Das Update OTA-8 basiert auf Ubuntu 20.04 LTS und bringt einige Neuerungen und erscheint etwa drei Monate nach OTA-7. Das Update unterstützt VoLTE für die Modelle Volla Phone X23 und Volla Phone 22 mit Halium 12. Zudem können nun WPA3-geschützte WLAN-Netzwerke genutzt werden. […]

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KGSt-Bericht: Open-Source-Governance in den Kommunen

03. März 2025 um 17:47

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) hat den zweiten Teil ihrer Berichts-Reihe „Open Source in Kommunen“ veröffentlicht. In diesem zweiten Teil geht es um den Aufbau einer Open-Source-Governance. Der Bericht gibt viele wichtige Hinweise, worauf Kommunen bei ihrer Open-Source-Transformation achten sollten, und wie eine Umsetzung aussehen kann. Zudem werden mehrere spannende Praxisbeispiele aus den Kommunen vorgestellt.

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Firefox: Enterprise Policy Generator 6.2 veröffentlicht

03. März 2025 um 06:18

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.2 ist nun ein Update erschienen.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.2

Neue und erweiterte Unternehmensrichtlinien

Der Enterprise Policy Generator 6.2 bringt eine erweiterte Unterstützung von Unternehmensrichtlinien.

Die BackgroundAppUpdate-Richtlinie kann verwendet werden, um die Installation von Firefox-Updates im Hintergrund zu erlauben oder zu verbieten, wenn die Anwendung nicht ausgeführt wird. Mit der ManualAppUpdateOnly-Richtlinie können Aufforderungen zur Aktualisierung von Firefox deaktiviert werden.

Die FirefoxHome-Richtlinie wurde um die Optionen SponsoredTopSites und SponsoredPocket ergänzt, um die Anzeige gesponserter Inhalte auf der Firefox-Startseite zu steuern. Die Option Snippets wurde entfernt (auch aus gespeicherten Konfigurationen), da diese Funktion von Mozilla nicht mehr genutzt wird. Die Reihenfolge und Benennung der Optionen wurde an die aktuelle Benennung in Firefox angepasst.

Für die Cookies-Richtlinie kam die Unterstützung für die Optionen Behavior sowie BehaviorPrivateBrowsing dazu. Die veralteten Optionen Default, AcceptThirdParty und RejectTracker wurden entfernt und in gespeicherten Konfigurationen in die Behavior-Option migriert. Die Option ExpireAtSessionEnd ist ab sofort optional und wird nicht mehr automatisch bei Verwendung der Cookies-Richtlinie gesetzt.

Die PasswordManagerExceptions-Richtlinie wurde hinzugefügt, um zu verhindern, dass Firefox Passwörter für bestimmte Websites speichert. Die WindowsSSO-Richtlinie kann genutzt werden, um Windows Single Sign-On für Microsoft-, Arbeits- und Schulkonten zu erlauben oder zu verbieten.

Die SearchEngines-Richtlinie wurde um eine Option Encoding erweitert, um die Kodierung (Standard: UTF-8) einer Suchmaschine festzulegen.

Mehrere neue kryptographische Chiffren wurden zur DisabledCiphers-Richtlinie hinzugefügt. Außerdem wurden diese alphabetisch sortiert.

Verbesserungen und Fehlerbehebungen

Der Enterprise Policy Generator war bereits dazu in der Lage, eine einzelne Richtlinie auszuschließen, wenn eine bestimmte andere Richtlinie verwendet worden ist. Jetzt ist es auch möglich, mehrere andere Richtlinien oder Richtlinien abhängig von ihrem Wert auszuschließen. Außerdem wurde ein Fehler behoben, der unter ganz bestimmten Umständen verursachen konnte, dass eine Richtlinie zwar als ausgeschlossen angezeigt, aber dennoch berücksichtigt worden ist.

Darüber hinaus können jetzt auch Richtlinien, die nur aus einer einfachen Struktur von mehreren möglichen Werten bestehen, dahingehend validiert werden, dass URLs angegeben werden müssen.

Ausblick

Damit ist die Unterstützung aller Unternehmensrichtlinien bis einschließlich Firefox 91 komplett. Einzige Ausnahme ist die Ordner-Unterstützung für die ManagedBookmarks-Richtlinie, welche erst mit einem zukünftigen Update nachgereicht werden wird.

Schon bald wird der Enterprise Policy Generator 6.3.0 erscheinen, welcher die Unterstützung für alle neuen Richtlinien ergänzen wird, welche während der Lebenszeit von Firefox ESR 102 dazugekommen sind, gefolgt von weiteren Updates für Firefox ESR 115 und Firefox ESR 128.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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OpenSUSE: Neuer Installer erhält umfassende Überarbeitung

Von: MK
02. März 2025 um 08:00

Die Entwickler von openSUSE haben die Version 12 des Agama-Installers vorgestellt. Die neue Version bringt eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche und praktische Funktionen. Besonders auffällig ist das neue Design, das auf Patternfly 6 basiert. Dieses Framework wird auch von Cockpit genutzt und sorgt für eine modernere Optik. Schriftarten, Farben und weitere Gestaltungselemente wurden an die SUSE-Designrichtlinien […]

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Das Cinnamon-Menü von Linux Mint erhält ein neues Design

Von: MK
01. März 2025 um 20:14

Linux Mint plant eine Überarbeitung des Cinnamon-App-Menüs und gibt spannende Einblicke in aktuelle Nutzerzahlen. In ihrem neuesten Monatsbericht informiert das Entwicklerteam über kommende Neuerungen. Ein Highlight ist die geplante Neugestaltung des App-Menüs von Cinnamon. Erste Screenshots zeigen ein modernes Layout mit einer erweiterten Seitenleiste. Auch wenn noch nicht viele Details bekannt sind, macht das neue […]

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Podcast: Linux Coffee Talk 2 / 2025

Von: MK
01. März 2025 um 09:00

In der Februar-Ausgabe von LinuxCoffeeTalk geht es um wichtige Neuerungen und Diskussionen in der Linux-Community. Themen sind das neue Release-Modell von Thunderbird, Fedora-Zukunftspläne und ein Kernel-Patch zur Reduzierung des Stromverbrauchs. Außerdem sprechen wir über Debian 13 mit GNOME Shell 48, KDE Plasma 6.3 und die Herausforderungen bei Ubuntu 24.04.2. Weitere Highlights sind die Streitigkeiten zwischen Fedora und dem OBS-Projekt, der Rückzug des Asahi-Linux-Gründers sowie Updates zu Pi-hole 6 und COSMIC Alpha 6. Jetzt reinhören!

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Linux Coffee Talk 02/2025

Von: MK
01. März 2025 um 09:00

Im Februar LinuxCoffeeTalk behandelt verschiedene Themen wie z.B. das neue Release Modell bei Thunderbird, Zukunftspläne von Fedora, wie ein Linux Kernel Patch den Stromverbrauch senkt, dass Debian 13 mit Gnome Shell 48 kommen wird und KDE Plasma 6.3, sowie die beiden darauffolgenden kleineren Point-Releases. Auch sprechen wir über die Probleme bei der Veröffentlichung von Ubuntu […]

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Das war es! Das Ende von Skype ist nahe

Von: MK
01. März 2025 um 06:33

Microsoft hat via X angekündigt, dass der einst beliebte Messenger-Dienst Skype am 5. Mai 2025 eingestellt wird. Nutzer haben 60 Tage Zeit, um ihre Daten zu sichern oder zur kostenlosen Version von Microsoft Teams für Privatanwender zu wechseln. Bereits zuvor gab es Hinweise auf das bevorstehende Aus, als entsprechende Hinweise in der App auftauchten. Laut […]

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Was ist los bei Firefox?

28. Februar 2025 um 22:17

Mozilla hat gestern eine Ankündigung für den Firefox gemacht: Sie führen dort Nutzungsbedingungen ein. Ein Open-Source-Browser, der bislang ganz gut ohne damit auskam, setzt jetzt auf das, was sonst eher in den AGB-Friedhöfen großer Plattformen vor sich hin verstaubt. Grundsätzlich lässt sich das noch mit einem wohlwollenden Achselzucken abtun: Natürlich braucht Mozilla sicherlich eine rechtliche Grundlage für all die interaktiven Dienste, die der moderne Browser so mit sich bringt. Soweit, so juristisch.

Aber das Timing? Es hätte suboptimaler nicht sein können. Fast zeitlich wurden nämlich jene Passagen von der Webseite entfernt, die bisher versprachen, die Nutzerdaten nicht zu verkaufen. Von der Community gab es daraufhin überwiegende kritische Reaktionen wie hier, hier, hier oder hier. Auch einer der zwischenzeitlich ausgeschiednenen Gründer von Mozilla sieht das Verhalten skeptisch.

Besonders kritisch wird dieser Absatz hervorgehoben:

When you upload or input information through Firefox, you hereby grant us a nonexclusive, royalty-free, worldwide license to use that information to help you navigate, experience, and interact with online content as you indicate with your use of Firefox.

Es stellt sich die Frage, warum ein Webbrowser überhaupt Nutzungsbedingungen braucht, wenn man als Nutzer doch schon den bestehenden Lizenzbedingungen zustimmen muss. In der Abfolge der Ereignisse der letzten Jahre lässt sich aber ein Trend erkennen, dass Mozilla sich von der Nutzerschaft in meinen Augen immer weiter entfernt.

Ein Blick in die Zahlen

Schauen wir uns hierzu einmal die Zahlen und Fakten an, um einen Überblick zu bekommen.

  • Der Marktanteil von Mozilla Firefox betrug nach Statcounter global im Jahr 2024 2,54%, während Chrome 67,08%, Safari 17,95% und Edge 5,2% ausmachen.
  • In Deutschland sieht das alles etwas anders aus: Historisch ist der Firefox hier sehr beliebt und kommt 2024 auf stolze 9,91% hinter Safari mit 20,4% und Chrome mit 51,83%.
  • Entwickelt und vertrieben wird der Firefox von der Mozilla Foundation sowie der Tochtergesellschaft Mozilla Corporation. Nach dem Finanzbericht 2023 der Foundation stammen gut 75% der Einnahmen aus sog. Royalities, die auch die Suchmaschinenpartnerschaften wie bei den berühmten Google-Deal umfassen. Für die Softwareentwicklung wurden 260 Mio. US-Dollar ausgegeben.

Firefox hat eine entscheidende Rolle für das Internetökosystem. Je mehr Googles eigene Browserplattform Chromium verbreitet ist, desto eher sind Internetstandards in Gefahr, da ohne Konkurrenz eine Spezifikation eines Standards überflüssig ist. Chromium wäre dann die Definition des Browserstandards. Google als potentiell eingestufter Monopolist wiederum kann mit der Finanzierung von Mozilla nachweisen, dass sie auch andere Browser unterstützen und gleichzeitig seinen eigenen Suchmaschinenstand manifestieren.

In genau diese Finanzierung kamen aber die letzten Jahre immer weitere Risse, nicht zuletzt durch die Kartellurteile gegen Google. Mozilla versucht schon seit Jahren, sich auf eigene Beine zu stellen, um nicht auf Google angewiesen zu sein. Umgesetzt wird dies durch Abonnements rund um den Browser, die ein stetiges Einkommen generieren sollen. Die Zahlen zeigen aber, dass die Einkünfte mit knapp 65 Mio. US-Dollar im Jahr 2023 gerade mal 10% der Gesamteinnahmen ausmachen und geradezu winzig gegenüber den ziemlich genau 4x höheren Entwicklungskosten aussehen.

Aber es ist doch alles Open Source?

Mozilla hat in den letzten Jahren darüber hinaus sein Engagement im Bereich künstlicher Intelligenz erhöht. Auch das mag die Sorge nähren, dass die zukünftig großzügig eingeräumten Berechtigungen dafür sorgen könnten, dass übertragene Daten für das eigene Training von Modellen oder den Verkauf von Trainingsdaten dienen könnten, um neue Finanzquellen zu erschließen. Ob die Sorgen berechtigt sind, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

An dieser Stelle mag man sich zwei Fragen stellen:

  1. Warum ist die Entwicklung eines Browsers so unfassbar teuer?
  2. Wie kann ein Open-Source-Browser so weit auf den kommerziellen Pfad rücken?

Ja, es überrascht, aber Browser und ihre Engines, also die Komponenten, die die Inhalte grafisch darstellbar machen, sind unfassbar komplexe Softwareprojekte geworden. Es ist heutzutage mitunter einfacher, ein einfaches Betriebssystem zu entwickeln als einen Webbrowser, der alle verschiedenen HTML- und CSS-Standards in allen Kompatibilitätsstufen beherrscht, eine Laufzeitumgebung für JavaScript besitzt und das auch performant umsetzt.

Lustigerweise war es gerade die Veröffentlichung von V8 im Google Chrome, die Anfang der 2010er-Jahre eine Wettbewerbssituation ausgelöst hat, JavaScript performant zu interpretieren, bis es auf einmal sogar im Backend eingesetzt werden konnte. Firefox wurde in der Zeit mit Vorhaben wie TraceMonkey deutlich performanter und konnte darüber hinaus viele Speicherlecks lösen.

Das ist auch der Grund, warum es so schwierig ist, einen Browser zu forken: Für die gesamte Codebase ist man auf einmal selber zuständig. Man muss sich also nicht nur darin einarbeiten, sondern gleichzeitig auf mehreren Fronten für die Sicherheit und Standardkonformität kämpfen, weil ein Browser so viele Technologien in sich vereint.

Ein Browser besteht somit aus einer einfach austauschbaren Oberfläche sowie einer Engine, die die Inhalte verarbeitet und zu einer grafisch darstellbaren Webseite verwandelt. Im Falle von Firefox war es bisher Gecko (neuerdings wohl auch Quantum genannt) und bei Google Chrome ist es Chromium. Anpassungen und Forks von Chromium wie Microsoft Edge oder Brave, die die Oberfläche anpassen, haben einen deutlich einfacheren Job als ein Projekt wie Firefox, das eine komplette Engine entwickeln muss. Aber genau diese Vielfalt an Engines schafft einen gesunden Wettbewerb.

Dieses Know-how wird auf einmal zum Asset und kann monetarisiert werden. Denn während die Open-Source-Engine lokal arbeitet, kann die Oberfläche immer mehr mit den eigenen Diensten verwoben werden – die wiederum eine Nutzungsbedingung erfordern. Diesen Weg ist Android sehr erfolgreich mit den Google-Diensten gegangen. Eine übliche Android-App greift einerseits auf Bibliotheken aus dem Android-Kern als auf Google-Mehrwertdienste zurück und kann somit nicht ohne die Google Play Store Services ausgeführt werden, die zum Vertrieb von den Smartphoneherstellern eine umfangreiche und strikte Zertifizierung abfordern. Schließt man diese Services ersatzlos aus, wird es mittlerweile überraschend ruhig bei Android.

Der Browser als Politikum

Der Browser als das Tor in das Internet ist mittlerweile auch in das politische Visier geraten. Zuletzt wurden in den EU-Rechtsakten rund um "eIDAS 2.0" (Verordnung (EU) 2024/1183) im Artikel 45a Browser in einer kritischen Komponente reguliert. Die EU fordert dort ein, dass Browser sich staatlichen Zertifizierungsstellen beugen müssen und diese nicht ausschließen dürfen. Zertifizierungsstellen (CAs) bestätigen die Identität von Webservern und können im schlimmsten Fall genutzt werden, um sich fälschlich als eine fremde Seite auszuweisen und sich so in die Verbindungen einzuklinken. Bisher wird die Liste zulässiger CAs in einer selbstverwalteten Branchenvereinigung namens CA/Browser-Forum gelöst, nun erzwingen sich Staaten einen Zugang.

Die Browserhersteller sind somit in ihrer Wahl der Sicherheitsfunktionen regulatorisch eingeschränkt. Erst nach öffentlichem Druck u.a. von Mozilla kam die EU leicht entgegen und erlaubt jetzt den temporären Ausschluss von Zertifizierungsstellen, wenn es begründete Sicherheitsbedenken gibt.

Auch in dieser Hinsicht steigen die Markteintrittsbarrieren neuer Webbrowser, wenn sie zusätzlich neben der Entwicklung noch juristische Fragen beantworten müssen.

Quo vadis?

Ich bin seit über 15 Jahren überwiegend treuer Firefox-Nutzer und schätze auch neuere Funktionalitäten wie den eingebauten PDF-Reader PDF.js. Der Einbindung der Online-Dienste zum scheinbaren Selbstzweck, insbesondere auch mit "KI-Funktionen", stehe ich aber kritisch gegenüber – und teile meine Meinung in der Frage mit vielen Nutzern.

Gleichzeitig muss man aber auch wissen, dass es nahezu unmöglich ist, ein hochkomplexes Softwareprojekt in der Entwicklung zu finanzieren, wenn es nicht gerade eine kommerzielle Verwertung genießt. Zwei bekannte Ausnahmen von dieser Regel sind:

  • der Linux-Kernel, der als Infrastrukturtechnologie durch die Komponentenhersteller, Softwareunternehmen und Cloud-Anbieter finanziert wird, sowie
  • das Firefox-Projekt, das im Wesentlichen vom Google-Deal lebt.

Hier haben also kommerzielle Unternehmen einen Vorteil vom Projekt und können das Geld umlegen und als "Abfallprodukt" ein Produkt für die Allgemeinheit schaffen.

Wenn Firefox allerdings finanziell neu organisiert werden muss, gibt es drei Optionen:

  • entweder muss das Projekt die Infrastrukturtechnologie auf irgendeine Weise kommerzialisieren oder
  • es findet sich ein Industriekonsortium, das einen solchen Vorteil aus der Existenz von Firefox zieht, dass es die Kosten schultert oder
  • Fonds und Förderprojekte wie der OTF in den USA oder STF in Deutschland finanzieren das Projekt strategisch aus der öffentlichen Hand.

Entscheidend ist, dass die Wettbewerbssituation und die Datenhoheit von Webbrowsern nicht nur taktisch, sondern strategisch für das Fortkommen identifiziert werden.

Nextcloud Hub 10: Mehr Geschwindigkeit, Sicherheit und KI-Integration

Von: MK
28. Februar 2025 um 14:00

Nextcloud hat Hub 10 veröffentlicht – die neueste Version der Open-Source-Kollaborationsplattform. Das Update bringt zahlreiche Verbesserungen, darunter deutlich schnellere Dateiübertragungen, erweiterte Sicherheitsfunktionen und eine tiefere Integration von Künstlicher Intelligenz (KI). Ein wichtiger Punkt vorweg: Nextcloud Hub ist mehr als nur Cloud-Speicher. Während Nextcloud Files reine Datei-Synchronisation bietet, erweitert Nextcloud Hub das System um Funktionen wie […]

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LibreOffice 25.2.1: Erstes Update bringt zahlreiche Fehlerbehebungen

Von: MK
28. Februar 2025 um 08:00

Die Document Foundation hat LibreOffice 25.2.1 veröffentlicht – das erste Wartungsupdate der neuesten 25.2 Version der beliebten Open-Source-Office-Suite. Das Update behebt zahlreiche Fehler und verbessert die Stabilität. Drei Wochen nach dem Start von LibreOffice 25.2 bringt das Update insgesamt 77 Korrekturen. Es wurden Abstürze behoben und kleinere Probleme ausgebessert, die von Nutzern gemeldet wurden. Wer […]

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Microsoft geht mit EU-Datengrenze für Cloud Dienste an den Start

Von: MK
27. Februar 2025 um 07:00

Microsoft hat seine EU-Datengrenze für Cloud-Dienste offiziell abgeschlossen. Damit bleiben die Daten europäischer Geschäftskunden und des öffentlichen Sektors nach Angabe von Microsoft innerhalb der EU. Die Umsetzung erfolgte schrittweise, nun meldet das Unternehmen den vollständigen Abschluss. Betroffen sind Microsoft 365, Dynamics 365, Power Platform und die meisten Azure-Dienste. Sowohl Nutzdaten als auch pseudonymisierte personenbezogene Daten […]

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OpenCloud 1.0 ist da: Cloud-native Open-Source-Alternative zu Microsoft Sharepoint & Co.

25. Februar 2025 um 06:18

Bereits wenige Wochen nach dem operativen Start der OpenCloud GmbH steht das erste vollständige, installierbare und weitergehende Release von OpenCloud bereit. OpenCloud ist die moderne Open-Source-Lösung für Filemanagement, Filesharing und Content Collaboration und stellt eine leistungsfähige und DSGVO-konforme Alternative zu proprietären Lösungen wie Microsoft SharePoint, Google Drive oder Dropbox dar. Mit einer innovativen, cloud-native Architektur und der Lizenzierung unter Apache 2.0 und AGPL-3.0 setzt OpenCloud auf Zukunftssicherheit und Transparenz für digital souveräne IT-Infrastrukturen in Europa.

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ONLYOFFICE veröffentlicht Docs 8.3 – PDF-Stempel, mehr Kreativitätsfunktionen und erweiterte Formatkompatibilität

05. Februar 2025 um 05:01

Die quelloffene Cloud-Office-Lösung ONLYOFFICE stellt das erste große Update des Jahres 2025 vor: ONLYOFFICE Docs 8.3. 
Die neueste Version der Office-Suite bringt über 30 neue Funktionen sowie zahlreiche Verbesserungen und Bugfixes.

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Ein guter Vorsatz für 2025 und Ihr Budget? Trennen Sie sich von Microsoft!

01. Februar 2025 um 05:15

Zum 14. Oktober 2025 stellt Microsoft den technischen Support für Exchange 2016 und Exchange 2019 ein. Laut Ankündigung beendet Microsoft zum 14. Oktober 2025 den technischen Support für Exchange 2016 und 2019, den eigenen E-Mail-Server. Das markiert einen wichtigen Wendepunkt für Unternehmen, die in Bezug auf ihre E-Mail auf den amerikanischen Giganten angewiesen sind. Mit […]

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KDE Plasma 6.3.2 veröffentlicht

Von: MK
26. Februar 2025 um 20:07

Das KDE-Projekt hat die Version 6.3.2 von KDE Plasma veröffentlicht. Dieses zweite Wartungsupdate kommt behebt Fehler, Abstürze und weitere Probleme. Eine Woche nach KDE Plasma 6.3.1 bringt die neue Version animierte WebP- und GIF-Unterstützung für das Screenshot-Tool Spectacle. Zudem gibt es eine Warnung, wenn WebP nicht unterstützt wird und einen Hinweis, dass WebP besser als […]

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