Fedora arbeitet an einer reduzierten GRUB Variante für sichere virtuelle Maschinen. Die Entwickler wollen damit vertrauliche Workloads stabiler starten und langfristig verlässlich messen. Die neue Variante von GRUB light soll nur die nötigsten Funktionen enthalten. Sie konzentriert sich auf UEFI Boot, aktiviert Secure Boot und lädt nur wenige Module. Zudem unterstützt sie Unified Kernel Images […]
Fedora untersucht derzeit einen Contributor‑Account, der durch ungewöhnliche Aktionen aufgefallen ist. Ein Mitglied des QA‑Teams meldete verdächtige Einträge in Bugzilla und warnte vor möglichen Folgen. Adam Williamson aus dem QA‑Team bemerkte zuerst merkwürdige Änderungen. Der betroffene Account nutzte offenbar ein automatisiertes System und erzeugte fehlerhafte Einträge. Einige Meldungen wirkten unpassend und störten laufende Arbeiten. Besonders […]
Fedora verabschiedet sich vom Deepin Desktop Environment (DDE). Die Entscheidung folgt einer langen Reihe technischer Warnsignale und fehlender Pflege durch das verbliebene Entwicklerteam. FESCo, das zentrale technische Gremium des Projekts, stimmte dem Vorschlag zu, nachdem wiederholte Hinweise auf ungeprüfte sicherheitsrelevante Komponenten aufkamen. Besonders betroffen waren der Dateimanager und mehrere Dienste, die sensible Schnittstellen nutzten. Fedora […]
Microsoft hat auf dem Open Source Summit Nordamerika 2026 bekanntgegeben, mit Azure Linux 4.0 erstmals seine eigene Linux-Distribution für die Allgemeinheit zu veröffentlichen.
Microsoft setzt beim Open Source Summit ein deutliches Zeichen. Der Konzern zeigt neue Linux‑Entwicklungen und präsentiert Werkzeuge für eine Zukunft, die er selbst als AI native beschreibt. Die Richtung ist klar. Microsoft will tiefer in offene Ökosysteme hinein und gleichzeitig eigene Grundlagen für agentenbasierte KI schaffen. Azure Linux erhält einen großen Sprung. Die kommende Version […]
Fedora erlebt gerade eine unerwartete Kehrtwende. Die geplante AI Developer Desktop Initiative liegt auf Eis, nachdem zwei Ratsmitglieder ihre Zustimmung zurückgezogen haben. Die Entscheidung überrascht, denn zuvor galt die Zustimmung als sicher. Der KI Desktop ist damit mehr oder minder abgeräumt. Die Initiative sollte Fedora als starke Plattform für Entwickler im KI Umfeld positionieren. Geplant […]
Das Fedora-Leitungsgremium entschied vergangene Woche einstimmig zugunsten eines Vorschlags für einen Fedora AI Developer Desktop. Mittlerweile ist das Ticket blockeirt.
Die Diskussion um künstliche Intelligenz erreicht nun auch Fedora. Die Community hat einer Initiative zugestimmt, die spezielle AI Varianten der Fedora Atomic Desktops schaffen soll. Das Projekt trägt den Namen Fedora AI Developer Desktop und erhielt volle Unterstützung im Fedora Council. Die Idee stammt von Gordon Messmer aus dem Packaging Team. Sein Vorschlag soll Entwicklern […]
Fedora stellt mit Hummingbird ein neues System vor, das konsequent auf Container setzt und sich ständig selbst erneuert. Die Distribution richtet sich an Entwickler, die moderne Workflows nutzen und ein schlankes System bevorzugen. Das Hummigbird Projekt folgt klaren Zielen und setzt auf minimale Komponenten mit sehr wenigen Schwachstellen. Die Basis des Systems liegt in OCI‑Images, […]
Der unaufhaltsame Aufstieg von KI in der Software-Entwicklung hat die führenden Linux-Distributionen in eine schwierige Lage gebracht. Ubuntu und Fedora haben sich kürzlich klar für KI entschieden.
Das Fedora-Projekt hat Version 44 seiner Linux-Distribution veröffentlicht und vermeldet dafür mehrere Änderungen bei der Installation, den Desktop-Umgebungen und den zentrale…
Fedora 44 erscheint nach zwei Verzögerungen und liefert ein großes Paket an Neuerungen. Die Workstation‑Ausgabe setzt nun auf GNOME 50, das viele Kernanwendungen modernisiert und den Desktop spürbar abrundet. Auch Kalender, Dateiverwaltung und Fernzugriff erhalten sichtbare Verbesserungen. Die KDE‑Variante zieht mit Plasma 6.6 nach. Dazu kommen aktualisierte Frameworks und eine neue Einrichtung nach der Installation. […]
Microsoft arbeitet offenbar an einer neuen Ausrichtung seines hauseigenen Linux‑Systems. Azure Linux, früher als CBL‑Mariner bekannt, könnte künftig auf Fedora aufbauen. Das Projekt nutzt bereits ein RPM‑Fundament, doch der geplante Wechsel würde die Distribution deutlich näher an die Fedora‑Welt rücken. Hinweise darauf gab es in einer Sitzung der Fedora‑Gruppe ELN. Dort wurde klar, dass Microsoft […]
Fedora 44 sollte heute planmäßig erscheinen, doch das Projekt stoppt den geplanten Start. Die Entwickler sehen zu viele ungeklärte Probleme und verschieben die Veröffentlichung auf den 21. April. Die Entscheidung fiel nach einer kurzen Lagebewertung der Qualitätssicherung. Update vom 17.4.26: Der Veröffentlichungstermin wurde nochmals verschoben, diesmal auf den 28.4.26. Mehrere schwerwiegende Fehler betreffen zentrale Abläufe […]
Die Veröffentlichungen von Fedora werden in den vergangenen Jahren weit pünktlicher ausgeliefert als früher. Fedora 44 hat es nicht pünktlich geschafft und wurde auf den 21.04. verschoben.
Das Fedora Projekt denkt über einen neuen Umgang mit experimentellen Technologien nach. Projektleiter Jef Spaleta stellte eine Idee “A Technology Innovation Lifecycle Process for Fedora” vor, die mehr Raum für frische Konzepte schaffen soll. Ziel ist ein klarer Prozess, der Innovation fördert und zugleich verhindert, dass unfertige Funktionen vorschnell im System landen. Der Vorschlag entstand […]
Fedora hat die Beta von Fedora 44 veröffentlicht. Die neue Ausgabe nutzt Kernel 6.19 und eröffnet die Testphase für die geplante Veröffentlichung der fertigen Version im April. Viele Bereiche des Systems wurden überarbeitet. Der Installer erstellt nun nur noch Netzprofile für aktiv konfigurierte Geräte. Das sorgt für mehr Übersicht und weniger unnötige Einträge. Die KDE […]
Die mit Origami 2026.03 erstmals als stabil ausgewiesene Distribution ist eine Mischung aus Fedora Atomic, CachyOS-Kernel und COSMIC-Desktop. Klingt spannend, oder?
Mozilla erweitert sein Angebot und liefert nun ein eigenes RPM Paket für Firefox Nightly. Damit erreicht der Browser erstmals Nutzer vieler RPM basierter Distributionen über eine native Paketquelle. Die Installation wird dadurch deutlich einfacher. Bisher bot Mozilla nur ein DEB Paket für Debian Systeme an. Nun erhalten auch Nutzer von Fedora oder openSUSE direkten Zugriff […]
Fedora plant einen großen Schritt für seine Gaming Ausgabe. Mit Fedora Linux 44 soll Fedora Games Lab erstmals mit KDE Plasma starten statt wie bisher mit Xfce. Die Veröffentlichung ist für April 2026 vorgesehen. Die Spieleausgabe von Fedora zeigt seit Jahren eine breite Auswahl freier Spiele. Nutzer finden dort Action Titel sowie Strategie Klassiker und […]
Fedora will sich im Bereich Gaming besser positionieren. Dazu wird mit Fedora 44 das Gaming Lab neu belebt und von Xfce auf KDE Plasma umgestellt, um so Gamern die aktuellen Entwicklungen bereitzustellen.
Fedora 44 liefert als erste Version seine KDE-Varianten mit KDEs neuem Plasma Login Manager anstelle von SDDM aus, der mit Plasma 6.6 im Februar veröffentlicht wird.
Beim Experimentieren mit KI-Sprachmodellen bin ich über das Projekt »Toolbx« gestolpert. Damit können Sie unkompliziert gekapselte Software-Umgebungen erzeugen und ausführen.
Toolbx hat große Ähnlichkeiten mit Container-Tools und nutzt deren Infrastruktur, unter Fedora die von Podman. Es gibt aber einen grundlegenden Unterschied zwischen Docker/Podman auf der einen und Toolbx auf der anderen Seite: Docker, Podman & Co. versuchen die ausgeführten Container sicherheitstechnisch möglichst gut vom Host-System zu isolieren. Genau das macht Toolbx nicht! Im Gegenteil, per Toolbx ausgeführte Programme können auf das Heimatverzeichnis des aktiven Benutzers sowie auf das /dev-Verzeichnis zugreifen, Wayland nutzen, Netzwerkschnittstellen bedienen, im Journal protokollieren, die GPU nutzen usw.
Toolbx wurde ursprünglich als Werkzeug zur Software-Installation in Distributionen auf der Basis von OSTree konzipiert (Fedora CoreOS, Siverblue etc.). Dieser Artikel soll als eine Art Crash-Kurs dienen, wobei ich mit explizit auf Fedora als Host-Betriebssystem beziehe. Grundwissen zu Podman/Docker setze ich voraus.
Mehr Details gibt die Projektdokumentation. Beachten Sie, dass die offizielle Bezeichnung des Projekts »Toolbx« ohne »o« in »box« lautet, auch wenn das zentrale Kommando toolbox heißt und wenn die damit erzeugten Umgebungen üblicherweise Toolboxes genannt werden.
Hello, Toolbx!
Das Kommando toolbox aus dem gleichnamigen Paket wird ohne sudo ausgeführt. In der Minimalvariante erzeugen Sie mit toolbox <name> eine neue Toolbox, die als Basis ein Image Ihrer Host-Distribution verwendet. Wenn Sie also wie ich in diesen Beispielen unter Fedora arbeiten, fragt toolbox beim ersten Aufruf, ob es die Fedora-Toolbox herunterladen soll:
toolbox create test1
Image required to create Toolbx container.
Download registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43 (356.7MB)? [y/N]: y
Created container: test1
Wenn Sie als Basis eine andere Distribution verwenden möchten, geben Sie den Distributionsnamen und die Versionsnummer in zwei Optionen an:
toolbox create --distro rhel --release 9.7 rhel97
Das Kommando toolbox list gibt einen Überblick, welche Images Sie heruntergeladen haben und welche Toolboxes (in der Podman/Docker-Nomenklatur: welche Container) Sie erzeugt haben:
toolbox list
IMAGE ID IMAGE NAME CREATED
f06fdd638830 registry.access.redhat.com/ubi9/toolbox:9.7 3 days ago
b1cc6a02cef9 registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43 About an hour ago
CONTAINER ID CONTAINER NAME CREATED STATUS IMAGE NAME
695e17331b4a llama-vulkan-radv 2 days ago exited docker.io/kyuz0/amd-strix-halo-toolboxes:vulkan-radv
dc8fd94977a0 rhel97 22 seconds ago created registry.access.redhat.com/ubi9/toolbox:9.7
dd7d51c65852 test1 18 minutes ago created registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43
Um eine Toolbox aktiv zu nutzen, aktivieren Sie diese mit toolbox enter. Damit starten Sie im Terminal eine neue Session. Sie erkennen nur am veränderten Prompt, dass Sie sich nun in einer anderen Umgebung befinden. Sie haben weiterhin vollen Zugriff auf Ihr Heimatverzeichnis; die restlichen Verzeichnisse stammen aber überwiegend von Toolbox-Container. Hinter den Kulissen setzt sich der in der Toolbox sichtbare Verzeichnisbaum aus einer vollkommen unübersichtlichen Ansammlung von Dateisystem-Mounts zusammen. findmnt liefert eine über 350 Zeilen lange Auflistung!
Innerhalb einer Fedora-Toolbox können Sie wie üblich mit rpm und dnf Pakete verwalten. Standardmäßig ist nur ein relativ kleines Subset an Paketen installiert.
[kofler@toolbx ~]$ rpm -qa | wc -l
340
Innerhalb der Toolbox können Sie mit sudo administrative Aufgaben erledigen, z.B. sudo dnf install <pname>. Dabei ist kein Passwort erforderlich.
ps ax listet alle Prozesse auf, sowohl die der Toolbox als auch alle anderen des Hostsystems!
Mit exit oder Strg+D verlassen Sie die Toolbox. Sie können Sie später mit toolbox enter <name> wieder reaktivieren. Alle zuvor durchgeführten Änderungen gelten weiterhin. (Hinter den Kulissen verwendet das Toolbx-Projekt einen Podman-Container und speichert Toolbox-lokalen Änderungen in einem Overlay-Dateisystem.)
Bei ersten Experimenten mit Toolbx ist mitunter schwer nachzuvollziehen, welche Dateien/Einstellungen Toolbox-lokal sind und welche vom Host übernommen werden. Beispielsweise ist /etc/passwd eine Toolbox-lokale Datei. Allerdings wurden beim Erzeugen dieser Datei die Einstellungen Ihres lokalen Accounts von der Host-weiten Datei /etc/passwd übernommen. Wenn Sie also auf Host-Ebene Fish als Shell verwenden, ist /bin/fish auch in der Toolbox-lokalen passwd-Datei enthalten. Das ist insofern problematisch, als im Standard-Image für Fedora und RHEL zwar die Bash enthalten ist, nicht aber die Fish. In diesem Fall erscheint beim Start der Toolbox eine Fehlermeldung, die Bash wird als Fallback verwendet:
toolbox enter test1
bash: Zeile 1: /bin/fish: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
Error: command /bin/fish not found in container test1
Using /bin/bash instead.
Es spricht aber natürlich nichts dagegen, die Fish zu installieren:
[kofler@toolbx ~]$ sudo dnf install fish
Auf Host-Ebene liefern die Kommandos podman ps -a und podman images sowohl herkömmliche Podman-Container und -Images als auch Toolboxes. Aus Podman-Sicht gibt es keinen Unterschied. Der Unterschied zwischen einem Podman-Container und einer Toolbox ergibt sich erst durch die Ausführung (bei Podman mit sehr strenger Isolierung zwischen Container und Host, bei Toolbox hingegen ohne diese Isolierung).
Eigene Toolboxes erzeugen
Eigene Toolboxes richten Sie ein wie eigene Podman-Images. Die Ausgangsbasis ist ein Containerfile, das die gleiche Syntax wie ein Dockerfile hat:
# Datei my-directory/Containerfile
FROM registry.fedoraproject.org/fedora-toolbox:43
# Add metadata labels
ARG NAME=my-toolbox
ARG VERSION=43
LABEL com.github.containers.toolbox="true" \
name="$NAME" \
version="$VERSION" \
usage="This image is meant to be used with the toolbox(1) command" \
summary="Custom Fedora Toolbx with joe and fish"
# Install your software
RUN dnf --assumeyes install \
fish \
joe
# Clean up
RUN dnf clean all
Mit podman build erzeugen Sie das entsprechende lokale Image:
cd my-directory
podman build --squash --tag localhost/my-dev-toolbox:43 .
Jetzt können Sie auf dieser Basis eine eigene Toolbox einrichten:
toolbox create --image localhost/my-toolbox:43 test2
toolbox enter test2
KI-Sprachmodelle mit Toolbx ausführen
Das Toolbx-Projekt bietet eine großartige Basis, um GPU-Bibliotheken und KI-Programme auszuprobieren, ohne die erforderlichen Bibliotheken auf Systemebene zu installieren. Eine ganze Sammlung von KI-Toolboxes zum Test diverser Software-Umgebungen für llama.cpp finden Sie auf GitHub, beispielsweise hier:
toolbox create erzeugt eine Toolbox mit dem Namen llama-vulkan-radv auf Basis des Images vulkan-radv, das der Entwickler kyuz0 im Docker Hub hinterlegt hat. Das alleinstehende Kürzel -- trennt die toolbox-Optionen von denen für Podman/Docker. Die folgenden drei Optionen sind erforderlich, um der Toolbox direkten Zugriff auf das Device der GPU zu geben.
Mit toolbox enter starten Sie die Toolbox. Innerhalb der Toolbox steht das Kommando llama-cli zur Verfügung. In einem ersten Schritt können Sie testen, ob diese Bibliothek zur Ausführung von Sprachmodellen eine GPU findet.
Wenn Sie auf Ihrem Rechner noch keine Sprachmodelle heruntergeladen haben, finden Sie geeignete Modelle unter https://huggingface.co. Ich habe stattdessen im folgenden Kommando ein Sprachmodell ausgeführt, das ich zuvor in LM Studio heruntergeladen haben. Wie gesagt: In der Toolbox haben Sie vollen Zugriff auf alle Dateien in Ihrem Home-Verzeichnis!
Dabei gibt -c die maximale Kontextgröße an. -ngl bestimmt die Anzahl der Layer, die von der GPU verarbeitet werden sollen (alle). -fa 1 aktiviert Flash Attention. Das ist eine Grundvoraussetzung für eine effiziente Ausführung moderner Modelle. --no-mmap bewirkt, dass das ganze Modell zuerst in den Arbeitsspeicher geladen wird. (Die Alternative wären ein Memory-Mapping der Datei.) Der Server kann auf der Adresse localhost:8080 über eine Weboberfläche bedient werden.
Weboberfläche zu llama.cpp. Dieses Programm wird in einer Toolbox ausgeführt.
Anstatt erste Experimente in der Weboberfläche durchzuführen, können Sie mit dem folgenden Kommando einen einfachen Benchmarktest ausführen. Die pp-Ergebnisse beziehen sich auf das Prompt Processing, also die Verarbeitung des Prompts zu Input Token. tg bezeichnet die Token Generation, also die Produktion der Antwort.